SPÖ und ÖVP bringen gemeinsamen Landtagsantrag ein
"Der Vorschlag von Landesrat Steixner, Teile von größeren Baugrundstücken für leistbaren Wohnraum zweckzubinden, hat zu kurz gegriffen", erläutert Pechlaner. Damit wäre kein Mobilisierungseffekt verbunden gewesen. "Um wirklich spürbar die Kosten fürs Wohnen zu senken, braucht es ein ganzes Maßnahmenbündel und das hat jetzt auch die ÖVP eingesehen", freut sich der SP-Klubobmann.
"Nur wer für sein gewidmetes Grundstück bezahlen muss, wird sich überlegen, ob er es weiterhin hortet oder nicht doch bebaut bzw. für Bebauung verkauft", erklärt Hans-Peter Bock. Deshalb sei es unumgänglich, die Erschließungskosten für das Grundstück sofort nach Widmung einzuheben und nicht erst bei Baubeginn. "Zum zweiten ist nicht einzusehen, warum eine Oma, die für ihr Enkerl ein Grundstück bereit hält, 500 mal mehr an Steuern dafür bezahlt als ein ehemaliger Bauer", sagt Bock, der in seinem Heimatbezirk Landeck genügend Beispiele für diese Ungerechtigkeit kennt. Zudem brauchen die Gemeinden für ihre gemeinnützigen Bauvorhaben Grund, der häufig ungerechtfertigterweise bei den Agrargemeinschaften liegt. "All diese Punkte haben im Antrag Niederschlag gefunden", resümiert Bock und ist zuversichtlich, "wir auch bei Mietzins- und Wohnbeihilfe ein Stück weiterkommen werden".