AKS: SchülerInnen in Diskussion um Gesamtschule einbinden

Mittwoch, 02. Mai 2007, 07:19 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

AKS Tirol für eine "bunte" und flächendeckende Gesamtschule


In der derzeitigen Diskussion um eine mögliche Einführung der "gemeinsamen Schule" in einigen Bundesländern melden sich viele zu Wort. Doch auch wir SchülerInnen, die Hauptbetroffenen bei Schulthemen, haben eine Meinung zur aktuellen Debatte.

"Diejenigen, die am besten über die Missstände und Probleme unseres differenzierten Schulsystems bescheid wissen, sind wir SchülerInnen. Fragt doch uns!", fordert Christof Brandtner, Vorsitzender der AKS Tirol. "Die momentanen Diskussionen rund um eine Realisierung der Gesamtschule sind notwendig und wecken die Hoffnung nach einer tatsächlichen Verbesserung unserer Schule." Aber gerade SchülerInnen sollen bei der Diskussion und Ausarbeitung weiterer Konzepte zur Gesamtschule eingebunden werden.

Außerdem müsse dem Informationsdefizit der Bevölkerung in Sachen Gesamtschule gezielt durch Aufklärung entgegengewirkt werden. "Gesamtschule ist nicht gleich farbloser Einheitsbrei, sondern eine Möglichkeit, bunte Individualität gemeinsam zu leben. So können auch endlich die sozialen Unterschiede zwischen Hauptschule und Gymnasium bekämpft werden.", so Brandtner weiter. Das funktioniere aber nicht durch Einführung einer dritten Schulform neben Hauptschule und Gymnasium, sondern ausschließlich durch ein flächendeckendes Modell der Gesamtschule.

"Zu lange hat Tirols Politik eine grundlegende Verbesserung der Schule mit der Ausarbeitung kurzfristiger Lösungen für Probleme wie die Aufnahme in die AHSen aufgehalten, die Gesamtschule wäre endlich eine langfristige Lösung für viele Fehler im derzeitigen Schulsystem.", kritisiert Brandtner. "Hoffentlich reden die PolitikerInnen das konstruktive Potential dieser Diskussion nicht wieder zu Brei, sondern machen etwas daraus, am besten gemeinsam mit uns SchülerInnen!"

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