JUSOS Tirol: Für VP soll Jugend ins Internierungslager?

Dienstag, 10. April 2007, 13:49 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Bürgerliche Politik ist gescheitert und will die Jungen dafür verantwortlich machen!


"Zuerst die AusländerInnen und jetzt auch noch die eigene Jugend!" wundert sich Marko Miloradovic, Vorsitzender der Jungen SozialistInnen Tirol (JUSOS Tirol).

Die Innsbrucker ÖVP fordert ja schärfere Maßnahmen gegen Jugendliche mit bedingten Haftstrafen. "Die Zeit der Umerziehungsanstalten und Internierungslager ist glücklicherweise vorbei!" sagt Miloradovic. "Wenn es hier gegen jemanden schärfere Maßnahmen braucht, dann gegen die PolitikerInnen, die den Blick auf den Kern des Problems scheuen - nämlich sich selbst und ihre ideologische Verbohrtheit!" meint der JUSOS Vorsitzende.

Alle Schuld den Eltern und Kindern sowie den Schulen zu zuschieben ist wahrlich mehr als billig und entspricht einer `Metternichschen Kopf in den Sand´ Politik.

Die Jugendlichen sollen nicht schärfer bestraft werden, sondern sie brauchen Betreuung und Perspektiven.

"In einer Gesellschaft, in der nur noch das Individuum und die Leistung zählt, braucht sich die christlich-soziale ÖVP nicht wundern, wenn die jungen Menschen immer mehr verzweifeln und `verwahrlosen´!" sagt Miloradovic.

Das komplette System gehört geändert. Angefangenen bei flächendeckenden Kinderbetreuungseinrichtungen, verpflichtendes Vorschuljahr, Gemeinsame Schule und die ersten Lebenswegentscheidungen nicht schon mit zehn Jahren sondern frühestens mit 14 Jahren sowie einer Ausbildungsgarantie.

"Und wenn sich LR Anton Steixner mehr Kinder von Tirolerinnen wünscht, dann sollte er damit beginnen, diesen neu zu uns kommenden Menschen auch Perspektiven zu geben. Mit polemischer Angsthascherei schafft er genau das Gegenteil!" sagt Miloradovic abschließend.

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