Die KPÖ bezeichnet Eurofighter-Kauf als sozialpolitisch pervers
Montag, 19. März 2007, 13:39 Uhr
Beitrag von: Joe S. Cook
Eine Eurofighter-Flugstunde kostet mehr als die meisten ÖsterreicherInnen im Jahr verdienen
In den Kosten einer einzigen Flugstunde von 27.777 Euro kommt die volle Perversität des Kaufes der Eurofighter zum Ausdruck. Diese
Summe ergibt sich aus den Angaben von Air-Chief Erich Wolf von jährlichen 50 Millionen Euro Kosten für 1.800 Flugstunden: "Damit
wird in nur einer Stunde mehr Geld sinnlos verblasen als die meisten Menschen in Österreich im Jahr verdienen", kritisiert
KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner.
Es ist politisch unverantwortlich, einerseits im Sozialbereich den Rotstift anzusetzen und gleichzeitig für die Rüstung Milliarden
an Steuergeldern zu verpulvern. Die umstrittenen Eurofighter verschlingen mindestens fünf Milliarden Euro: Laut
Eurofighter-Untersuchungsausschuss-Vorsitzendem Peter Pilz (Grüne) kommen zum Kaufpreis von 2,9 Milliarden Euro für die geplanten 18
Kampfflugzeuge samt Zusatzinvestitionen laufende Betriebs- und Erhaltungskosten von 2,1 Milliarden Euro für den Betriebszeitraum von
dreißig Jahren.
Eine aktive Neutralitätspolitik vorausgesetzt gibt es überhaupt keine Notwendigkeit einer umfassenden Luftverteidigung wie die
Parlamentsparteien behaupten. Damit bekräftigt die KPÖ ihre grundsätzliche Ablehnung jeder Abfangjäger. Die Eurofighter ergeben nur
als Baustein der EU-Militarisierung und für eine Euroarmee bzw. die "Battle Groups" einen Sinn, was jedoch jedem elementaren
Neutralitätsverständnis widerspricht, weil sie auf offensive Militäroperationen zur Sicherung der Interessen der EU-Konzerne
gerichtet ist.
Die KPÖ sieht ihre Ablehnung von Abfangjägern auch im Zusammenhang mit ihrer Forderung nach Auflösung des Bundesheeres als Ausdruck
einer konsequent antimilitaristischen Politik: "Gerade in Zeiten weltweit forcierter Aufrüstung und Profitmaximierung einerseits und
zunehmender Armut und sozialer Unsicherheit für immer mehr Menschen muss die Widersinnigkeit aller Rüstungsausgaben grundsätzlich
thematisiert werden", so Messner abschließend.
Die KPÖ bezeichnet Eurofighter-Kauf als sozialpolitisch pervers | 6 Kommentar(e) | Neuen Account anlegen
Die folgenden Kommentare geben Meinungen von Lesern wieder und entsprechen nicht notwendigerweise der Meinung der Betreiber dieser Site. Die Betreiber behalten sich die Löschung von Kommentaren vor.
Die KPÖ bezeichnet Eurofighter-Kauf als sozialpolitisch pervers
Ohne entsprechende mediale <em>Botschaften</em>, (d.h. über bloße, unbetroffene Information hinausgehende "Bewußtmachungen") werden solche unerhörten, und jede Frozelei überbietenden Schildbürgerstreiche ungeahndet, und bis zur nächsten Wahl vergessen sein...!
Nur die bis heute vorherrschende "monarchistische" Gutglaubigkeit vieler Österreicher lässt solche Tollhausprojekte ungestraft zu !
Auf die Frage nach der entsprechenden und kontinuierlichen Förderung dieses, für die Machthaber sehr bequemen "Volks-charakters", sind die Antworten wohl sehr naheliegend...+++
Hinzufügend soll noch erwähnt sein, daß diese Milliardenanschaffung mit dem og.Neutralitätsargument geliefert wurde !!!
Für wie b l ö d halten uns diese Halbakademiker eigentlich?+++
Die KPÖ bezeichnet Eurofighter-Kauf als sozialpolitisch pervers
Autor: Anonymous am
Montag, 19. März 2007, 20:29 Uhr
-die halten uns für so blöd wie wir eben sind..............
Zackige Militärs......Panzer.....Flieger........das gefällt eben sehr VIELEN.
Geschichte haben die MEISTEN nicht gelernt.........das Allgemeinwissen beschränkt sich auf die Kurzbezeichnungen auf den Autohinterteilen oder darauf was so manche Schlagerkrächzerin für Oberweite hat .
Wäre das nicht so, müßte doch die Frau Zach samt der Frau Pokorny schon lange auswandern......
Weiters (um voriges zu belegen) wäre in unserem Lande einmal eine Untersuchung über gewisse gemeinschaftsrelevante, soziologische Sprachmerkmale interessant :
Zum Beispiel:
Inwieweit unterscheidet die politische Durchschnittsbildung zwischen :
-berechtigter und unberechtigter Empörung
-scharfer (sachfundierter) Kritik undPolemik
-und wiederum Polemik und Demagogie ???
Angesichts dessen, daß unser Massenblatt Nr.1 den schwindelerregenden Gemeinplatz behauptet und fördert(!): Die Öffentlichkeitsberichte des Eurofighter-Untersuchungsausschusses (Dr.Pils) wären in erster Linie "polemisch"- Anm.d.A.: so die" Botschaft "; (i.Unterschied zur "blossen Information"!) 1)
fragt man sich, ob es seine Leserschaft einigermaßen einzuschätzen vermag!
(PS.:Einen SKANDAL solchen Ranges auf diese Weise herunterzuspielen, setzt allerdings mehr als nur eine bloße Fehleinschätzung voraus...)+++
1) Man kann Probleme so darstellen, daß gezielterweise nur über ein vordergründiges , jedoch nicht über das eigentliche Problem Emotionen ausgelöst werden...
Also ich finde es auch pervers, wir reden von Feinstaubbelastung , auch von Flugzeugen, und dann kaufen wir um horrendes Geld die Umweltverschmutzer Nr.1, wie läst sich das vereinbaren.Entweder ich bin ..... oder andere sind nicht ganz bei trost.
Ohne entsprechende mediale <em>Botschaften</em>, (d.h. über bloße, unbetroffene Information hinausgehende "Bewußtmachungen") werden solche unerhörten, und jede Frozelei überbietenden Schildbürgerstreiche ungeahndet, und bis zur nächsten Wahl vergessen sein...!
Nur die bis heute vorherrschende "monarchistische" Gutglaubigkeit vieler Österreicher lässt solche Tollhausprojekte ungestraft zu !
Auf die Frage nach der entsprechenden und kontinuierlichen Förderung dieses, für die Machthaber sehr bequemen "Volks-charakters", sind die Antworten wohl sehr naheliegend...+++
---
robin