Mair: "Gilt jetzt für alle Hände falten, Goschen halten?"
"Wenn Jugendzentren sich nicht an das ÖVP-Motto "Hände falten Goschen halten" halten, dann werden sie offensichtlich gezielt gekürzt" ist der GRÜNE Gemeinderat Gebi Mair über die Aussagen von Landesrätin Elisabeth Zanon entsetzt. Sie hätte Gesprächstermine verweigert, weil seitens des Z6 über die Kürzungen nicht still gehalten worden sei. "Das ist ein direkter Angriff gegen die offene Jugendarbeit des Z6, anders kann ich die Maßnahmen nicht interpretieren. Die ÖVP-Jugendoffensive ist offenbar eine Offensive gegen die Jugend," so Mair.
Auch die GRÜNE BR Eva Konrad ist nicht einverstanden mit Zanons Vorgangsweise: "Wenn die Landesrätin meint, eine Kürzung von 15% sei überhaupt kein Problem, empfehle ich ihr dringend, beim Wirtschaftsbund nachzufragen, wieviele Betriebe schon an solchen Verlusten zugrunde gegangen sind." Konrad ärgert vor allem die Geringschätzung der Arbeit von StreetworkerInnen, die sie in der Kürzung sieht.
Die GRÜNEN treten für eine Neubestimmung der Jugendarbeit ein. Das Angebot müsse ausgebaut und differenziert werden. Das Z6 hat dabei für Mair eine Vorreiterrolle in Tirol. "Ausgerechnet hier zu kürzen, wo bereits Innovation passiert, ist politisch gezielt gegen die offene Jugendarbeit gerichtet." Auffällig sei, dass in SP-Ressorts das Z6 nicht gekürzt worden sei: "Wo die ÖVP das Geld in der Hand hat, wird bei der Jugendarbeit gekürzt", unterstreicht Mair abschließend.