Beim Textildiskonter KiK ist eine Betriebsratsliste kurz vor der Wahl ausgeschlossen worden. Der Unmut ist groß. Der ÖGB-Bundesvorstand bekundete unterdessen seine Solidarität mit den Beschäftigten.
Liste "Wir sind KiK" wurde zur Wahl nicht zugelassen. Bisher nur eine Liste zugelassen
Konkret sei die Liste von Andreas Fillei "Wir sind KiK" mit "fadenscheinigen Begründungen" vom Wahlzettel gestrichen worden, hieß es von der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA-DJP). Fillei war zuletzt nach Einleitung der Betriebsratswahl fristlos entlassen und mit einem Hausverbot belegt worden.
Per einstweilige gerichtliche Verfügung wurde das Hausverbot aufgehoben und ihm die Möglichkeit gegeben, an der Betriebsratswahl teilzunehmen. Nun folgte der Ausschluss, den man bekämpfen wolle, so der GPA-DJP-Vorsitzende Wolfgang Katzian.
Denn KiK lasse damit den Beschäftigten keine Wahl: Die einzige Liste, die gewählt werden kann, ist die Liste des Assistenten der Geschäftsführung. Für den Fall, dass die Liste Fillei nicht kandidieren kann, kündigte die GPA-DJP eine Wahlanfechtung an.
Die Betriebsratswahl findet von 13. bis 15. März statt. KiK beschäftigt rund 1.200 Mitarbeiter.
Solidaritätserklärung abgegeben.
Volle Unterstützung des ÖGB
Der ÖGB-Bundesvorstand verurteilte unterdessen "Versuche, eine faire und demokratische Betriebsratswahl beim Textildiskonter KiK zu verhindern". In einer Solidaritätserklärung an die Beschäftigten forderte das Gremium den Wahlvorstand auf, die Nichtzulassung zurückzunehmen.
Der ÖGB warf dem Handelsunternehmen zudem vor, dass Nacharbeiten nicht korrekt bezahlt worden seien, WCs fehlten und die Filialen personell unterbesetzt seien. Ferner würden die Arbeitszeiten willkürlich verändert.
Der ÖGB werde die Beschäftigten im Kampf um faire Arbeitsbedingungen und demokratische Mitbestimmungsrechte "voll unterstützen", hieß es.
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