Verkauf Eugenkaserne: Mair will "Salzburg-Modell auch für Innsbruck

Mittwoch, 14. Februar 2007, 12:20 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Niedrigerer Preis bedeutet mehr sozialen Wohnbau

Foto: Gebi Mair bei der Eugenkaserne, wo militätische Gerätschaften zu sehen sind

Mit einem Brief an Verteidigungsminister Darabos hofft GRÜN-Gemeinderat Gebi Mair eine deutliche Reduktion des Kaufpreises von Teilen der Eugenkaserne in der Reichenau zu erreichen. Nur so könne am Standort in der Reichenau noch sozialer Wohnbau zu für die Stadt vertretbaren Kosten entstehen.

"Innsbruck darf keinesfalls schlechter gestellt werden als Salzburg", verweist Mair auf den jüngsten Grundstücks-Deal zwischen Salzburg und dem Bundesheer: In der vergangenen Woche wurde eine Vereinbarung zwischen dem Land Salzburg und dem Verteidigungsminister getroffen. Diese berücksichtigt beim Verkauf der Struberkaserne speziell die Interessen Salzburgs.

"Nach jahrelangem Streit hat der neue Verteidigungsminister endlich veranlasst, dass Salzburg die Struberkaserne billiger kaufen kann. Das gekaufte Kasernengelände kann Salzburg nun für den Wohnbau verwenden. Das wünsche ich mir auch für Innsbruck", fordert Mair auch für Innsbruck ein Entgegenkommen des Verteidigungsministers. Beim bereits erfolgten Verkauf von Teilen der Eugenkaserne sei eine Chance vertan worden, so Mair. Durch den hohen Kaufpreis sei sozialer Wohnbau schwierig geworden.

Der GRÜNE Wohnsprecher sieht nun zwei Lösungsmöglichkeiten: "Von der Eugenkaserne wird noch ein Hektar Grund verkauft werden. Der Verteidigungsminister soll jetzt diesen Grund der Stadt billiger anbieten, genauso wie in Salzburg. Oder aber das Gesetz wird gleich so geändert, dass dies automatisch berücksichtigt wird." Für Mair ist es besonders wichtig, dass in dieser Angelegenheit die Interessen Innsbrucks Vorrang vor der Gewinnmaximierung durch das Ministerium haben: "Die horrenden Mietpreise in Innsbruck können nur durch verstärkten sozialen Wohnbau abgefedert werden. Als Vertreter der öffentlichen Hand darf sich der Verteidigungsminister seiner Verantwortung nicht entziehen. Auch Menschen in Innsbruck haben das Recht auf leistbaren Wohnraum."

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