Konrad plädiert für 'Salzburger Modell'
Volle Unterstützung für die von der Bundesjugendvertretung (BJV) vorgeschlagene Einrichtung eines Landesjugendbeirats in Tirol signalisiert die GRÜNE Bundesrätin Eva Konrad: "Es braucht ein Sprachrohr für Jugendzentren und Jugendorganisationen, natürlich auch mit gesetzlichem Auftrag." Als Beispiel führt sie den Salzburger Landesjugendbeirat an: "Dort hat der Beirat zum Beispiel das Recht, offizielle Stellungnahmen zu allen Gesetzen und auch Förderungen, die Kinder und Jugendliche betrifft, abzugeben. Der Salzburger Beirat ist zu einem Sprachrohr für junge Menschen geworden, über das die PolitikerInnen nur schwer hinweggehen können."
Den Grund für die bisherige Verweigerung der ÖVP, sich des Themas anzunehmen, sieht Konrad im 'programmierte Aufmucken' einer solchen Institution. Darin sieht sie aber kein Problem, sondern eine Chance: "Je mehr Vorschläge, aber auch Einwände aus dem Beirat kämen, desto besser. Damit hätten die jungen Menschen in Tirol ein institutionalisiertes Mitspracherecht. "
Konrad hofft auf eine Trendwende in der ÖVP-Jugendpolitik: "Weg vom Bild der Kinder, die vor Politik geschützt werden müsssen - hin zu einem Bild von jungen Menschen, die mitdenken, mitbestimmen und Politik machen können." Sie setzt bei einer Intitiative zur Schaffung eines Landesjugendbeirats auf intensive Zusammenarbeit mit allen Fraktionen, vor allem auf die Jungen in ÖVP und SPÖ.