Pflege ist bei Gemeinden in besten Händen

Dienstag, 13. Februar 2007, 12:28 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

SP-Bürgermeister Wiesenegg: Pflege sollen jene organisieren, die den Menschen am nächsten sind

"In der öffentlichen Diskussion um die Zukunft der Pflege geht es nur um Zahlen und Finanzierbarkeit. Wo bleiben die Bedürfnisse der Menschen?" - Reuttes Bürgermeister und Tiroler Bundesrat Helmut Wiesenegg ortet in der aktuellen Debatte eine gewisse Schieflage. !Es ist doch klar, dass es in erster Linie darum gehen muss, den Menschen das zu bieten, was sie brauchen - von Unterstützung bei der Hausarbeit bis zur Vollpflege, je nach ihrer persönlichen Situation", so Wiesenegg.

"Was gebrechliche oder pflegebedürftige Menschen benötigen, wissen jene am besten, die ihnen am nächsten sind: die Gemeinden", sagt Wiesenegg und schlägt deshalb vor, die Pflege zur Gänze in die Hände der Kommunen zu legen. Land und Bund sollten die Rahmenbedingungen schaffen und finanzieren sowie die Qualitätssicherung überwachen. Die Gemeinden sollten für die Umsetzung sorgen, so wie das in Tirol u.a. mit den Sozial- und Gesundheitssprengeln bereits funktioniert. Eine moderne Altenbetreuung umfasst alle Facetten - von der Tagesbetreuung über betreutes Wohnen und Übergangspflege bis hin zu Seniorenheimen. "Dort, wo das bereits geschieht - wie im Bezirkshauptort Reutte -, haben wir kein Pflegeproblem", sagt der SP-Bundesrat abschließend.

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