VAN STAA & ZACH ALS GROSSZÜGIGE GÖNNER VON "OPUS DEI"?

Sonntag, 11. Februar 2007, 11:45 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Willi & Schwarzl fordern Aufklärung

Umgehende Aufklärung über eine kolportierte 400.000-Euro-Subvention für die Innsbrucker Zentrale des katholischen Geheimbundes "Opus Dei" am Rennweg fordern der GRÜNE Klubobmann Georg Willi und die GRÜNE Stadträtin Uschi Schwarzl von Landeshauptmann Van Staa und Innsbrucks Bürgermeisterin Hilde Zach. "Während bei vielen sozialen Einrichtungen oder bei den offenen Jugendzentren ein bedenklicher Sparkurs gefahren wird, scheinen Van Staa und Zach ausgerechnet beim in Kirchenkreisen höchst umstrittenen 'Opus Dei' die großen Gönner spielen zu wollen. Das wäre ungeheuerlich," sind Willi und Schwarzl empört.

Dem "Opus Dei" werden von namhaften Kritikern und Theologen schon seit seinem Bestehen die Unterstützung von rechtsgerichteten Diktaturen, sektenähnliche Kontrollmechanismen und Organisationsformen bzw. undurchsichtige Finanz- und Organisationsstrukturen, eine sehr konservative Theologie (die zum Beispiel eine geistig-moralische Minderwertigkeit von Frauen definiert) und aggressive Rekrutierungs- und Einflussmethoden vorgeworfen. "Eine derart autoritäre, ultrakonservative und auf die Erlangung von Macht ausgelegte Gruppe darf keinesfalls mit Steuergeldern unterstützt werden," unterstreichen Willi und Schwarzl.

Nichts sei gegen die staatliche Förderung von anerkannten kirchlichen Einrichtungen - unabhängig von der Religionsgemeinschaft - einzuwenden, solange diese Aufgaben übernehmen, die einen gesamtgesellschaftlichen Zweck erfüllen. Dies treffe etwa auf die Caritas, die Hospizbewegung, die Telefonseelsorge, die entwicklungspolitische Zusammenarbeit oder kirchliche Jugendarbeit zu. "Für innerkirchliche Angelegenheiten ist die öffentliche Hand schlicht und einfach nicht zuständig," bekräftigen die beiden GRÜNEN Mandatare.

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