SP-Nationalrat Niederwieser ist erleichtert über Haller Beschlüsse in Sachen Gymnasium
Die gestrigen Beschlüsse des Haller Gemeinderates in Sachen Ausbau des Gymnasiums und Verhandlungen mit dem Bund sind für SP Nationalrat Erwin Niederwieser eine wichtige Entscheidung des Eigentümers, wie es mit der Zukunft der Schule weiter gehen soll. "Die Bildungspolitik kann ja nicht über eine private Schule frei verfügen, sondern der Eigentümer muss definieren, ob und wie viel er investieren will und der Landesschulrat muss beurteilen, wie das in ein regionales Entwicklungskonzept passt“, sagt Niederwieser.
Schon vor zwei Jahren hat Niederwieser darauf hingewiesen, dass man den Bedarf nach höheren Schulen im Großraum Innsbruck nicht nur auf das notwendige zusätzliche Gymnasium in Innsbruck reduzieren darf, sondern dass es auch um den Ausbau des Angebotes in Hall, Volders und Telfs geht.
Die Frage der Übernahme der Haller Schule durch den Bund will Niederwieser vom Bau getrennt sehen: "Priorität hat die rasche Inangriffnahme des Umbaues. Der Bund ist grundsätzlich zur Drittelfinanzierung bereit und da gehört für mich auch die Finanzierung des Ausweichquartiers in den Containern dazu. Dafür gibt es zwar noch keine Zusage, aber ich werde mich im Ministerium dafür einsetzen, dass der Bund die rund 430.000.- Euro für seinen Anteil an den Containern bezahlt."
Beim Projekt der "Verbundlichung" teilt Niederwieser die Ansicht seiner Haller Fraktionskollegen: "Höhere Schulen sind Bundesaufgabe, die Führung durch den Bund garantiert einen freien Zugang ohne Schulgeld und unabhängig von regionaler Herkunft oder Religion. Das halte ich in einer pluralistischen Gesellschaft für wichtig. Schulerhalter ist der Franziskanerorden und es gibt einen bestehenden Vertrag zwischen Stadt und Orden. Die finanziellen Spielräume des Bundes sind momentan nicht gerade günstig für Verbundlichungen, aber Voraussetzung ist in jedem Fall das Einverständnis der derzeitigen Vertragspartner."