Die SchülerInnen werden scheinbar als billiges und blödes Stimmvieh betrachtet!
"Greiderer zeigt es vor und LH van Staa zieht gleich nach" ist Marko Miloradovic, Vorsitzender der Jungen SozialistInnen Tirol (JUSOS) entsetzt über die Art und Weise der von der ÖVP groß angekündigten Jugendoffensive. "Wenn das ganze Jugendprogramm der VP so aussieht, dass sie die hoffentlich bald wahlberechtigten SchülerInnen als billiges Wahlvieh beackert, dann sollten sie das Papier auf dem es geschrieben ist als Klopapier benützen!"
Greiderer in Osttirol und van Staa in Innsbruck sind schon in Schulen aktiv geworden. Der LH hat sogar toleriert, dass während seines zweifelhaften Auftritts im Gymnasium Adolf Pichler Platz Infomaterial der erzkatholischen Verbindung Cimbria verteilt wurde. Weder parteipolitische noch politische Werbung irgendwelcher Art haben an Schulen einen Platz. Die aktuellen Vorfälle belegen, dass mit der Wahlaltersenkung auf 16 Jahre ein sehr brisantes Thema auf uns zukommt: Wahlwerbung an den Schulen! "Hier braucht es ganz genaue Spielregeln, die definieren was okay ist und was nicht. Sie müssen aber auch entsprechend kontrolliert und exekutiert werden" schlägt Miloradovic konkrete Maßnahmen vor.
"Schutz für die Jugend" heißt das Thema der Aktuellen Stunde im morgen beginnenden Landtag. "Hier sollte die ÖVP aber nicht vergessen, dass dies auch den Schutz der Jugend vor tollwütigen PolitkerInnen mit einschließt" meint Miloradovic abschließend.