"In Kitzbühel sind keine behindeterten Menschen auf der Straße. Unser Ortsbild ist clean." Ein Zitat, das nach Nazijargon klingt, aber laut Sonntags-Kurier von 28.1.2007 von Wohnbaustadträtin Gertraud Rief (SPÖ) getätigt wurde.
von Josef Stingl
Frau wird jetzt behaupten "falsch verstanden", beziehungsweise "aus dem Zusammenhang zitiert" geworden sein, aber diese Ausreden kennen wir schon, sie gehören bereits zuden meist verwendesten Standarderklärungen österreichischer PolitikerInnen.
Im Übrigen, war das Zitat im Zusammenhang mit folgenden abgedruckt: "Kitzbühel hat den Anspruch reich, jung und schön zu sein. Und wenn man durch die Straßen geht, fällt auch auf, das es keine Menschen mit Behinderung gibt. Essind auch keine Menschen mit Behinderung auf der Straße." viel soziale Einrichtungen wurden zum Stadtrand hin ausgelagert. "Unser Stadtbild ist clean."
Erschütternd, dass eine österreichische Politikerin der Jetztzeit, noch dazu eine sozialdemokratische, so etwas denken, geschweige den aussprechen kann. Aber, noch schlimmer ist, dass sie mit dieser Einstellung in Kitzbühel offensichtllich nicht alleine steht.
Wie sonst sollte man kommentieren, dass die Kitzbüheler Stadtverwaltung - zu Gunsten des "Gottes Mamon" (Tourismusgeschäft und Nobelabsteige und -wohnort vieler Prominenter) - die sozialen Einrichtungen und Menschen mit Handicap vom Zentrum an den Stadtrand auslager.,
Daher möchte ich "Kitzbühels Riefs" folgendes in "ihr Stammbuch" schreiben: Hoffentlich habt ihr nie einen Unfall mit bleibenden Behinderungen, sie müßten dann auch das "Adabei-Zentrum" mit de "Aussätzigen-Ghetto" an der Peripherie tauschen.