Klimawandel und Hochwasserschutz

Montag, 05. Februar 2007, 14:40 Uhr

Beitrag von: Joe S. Cook

SPÖ: Risikovorsorge nicht auf Einzelne abwälzen


Bei seiner turnusmäßigen Radioansprache vergangenen Samstag sprach sich LH Herwig van Staa dafür aus, die Menschen zur Eigenverantwortung anzuhalten, um künftige Schäden aus Naturkatastrophen finanziell bewältigen zu können. "Menschen in gefährdeten Regionen sollen Versicherungen gegen Naturgefahren abschließen", so der Landeshauptmann.

Aus Sicht der SPÖ ist dies nicht vorstellbar. "Die Risikovorsorge darf nicht auf Einzelne abgewälzt werden, sondern ist solidarisch zu tragen", entgegnen die beiden Landtagsabgeordneten Klaus Gasteiger und Elisabeth Blanik. Wenn sich einzelne gefährdete Talschaften versichern müssen, käme sie das teuer zu stehen und eine starke Abwanderung wäre die Folge, meinen Gasteiger und Blanik. Sie halten mehr davon, eine Hochwasserversicherung o.Ä. mit bereits bestehenden Feuerversicherungen zu verknüpfen. "Die Risikogemeinschaft sollte jedenfalls möglichst groß sein", betonen die beiden SP-Abgeordneten.

Wenig hält Energiesprecherin Blanik auch davon, Kraftwerksbauten zum Nonplusultra in Sachen Hochwasserschutz hochzustilisieren. Eine geeignete Vorsorgestrategie gegen Naturgewalten müsse viele Aspekte berücksichtigen und bei der Information der Bevölkerung beginnen.

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