Jugend will mehr Chancen statt mehr Schutz!

Freitag, 02. Februar 2007, 23:32 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

JUSOS und SPÖ präsentieren ihre Vorstellungen von Jugendpolitik Foto: SPÖ | Grünzweig. Von links: Chiara Libiseller und Marco Miloradovic, Vorsitzendes der Jusos Tirol, mit Meinhard Eiter

"Die groß angekündigte Jugendoffensive der ÖVP bedarf einer Antwort!", sind sich die Jungen SozialistInnen und die SPÖ Tirol einig. �Kaum kommt Wählen ab 16, entdeckt die VP die Jugend als Klientel, praktisch Stimmvieh�, sagt Meinhard Eiter, designierter Landesgeschäftsführer der SPÖ. "Wir wollen der Jugend zuhören und sie mitgestalten lassen." Marko Miloradovic, Vorsitzender der JUSOS schlägt in dieselbe Kerbe: "Jede Investition heute ist ein Fortschritt für morgen." Er relativiert aber im selben Atemzug auch die gesamte Diskussion: "Jugend als homogene Gruppe gibt es nicht. Deswegen kann es auch nicht einen einzigen Ansatz für Jugendpolitik geben." Mitgestalten, mitreden lassen sowie Ausbilden und Sensibilisieren als auch für voll Nehmen - das sind die grundlegenden Voraussetzungen, damit Jugendpolitik fruchten kann. "Hier braucht es Raum, damit sich die jungen Menschen frei entfalten und entwickeln können. Die Budgetkürzungen für die offene Jugendarbeit in Tirol sind da sicher der falsche Weg" meint dazu Chiara Libiseller, Vorsitzende der JUSOS. Wichtigste Punkte für alle drei sind: Die Sozialdemokratie will und muss sich vom jugendpolitischen Ansatz der ÖVP distanzieren. Ihre Sichtweise ist der Dialog und nicht das Predigen von der hohen Kanzel. Hierbei ist der politischen Bildung als Basiswissensvermittlung und weniger als parteipolitisches Brainwashing hohe Bedeutung einzuräumen. Demokratie kann schon an Schulen spielerisch erlernt werden. Die Erwachsenen, im Besonderen die Eltern, sollen sich ihrer Vorbildwirkung gewahr werden und die damit verbundene gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. "Jugend verdient mehr als bloßen Schutz vor sich selbst, nur damit es die �Erwachsenen� leichter haben." sind sich Libiseller, Miloradovic und Eiter einig.

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