Aus für den O-Bus: Straßenbahn statt Linie R nicht vergessen!
Mittwoch, 17. Januar 2007, 22:34 Uhr
Beitrag von: Manni
Der umweltfreundliche und leise elektrische O-Bus wird im Februar endgültig eingestellt, an seiner Stelle fahren dann zunächst auch auf der Linie O nur noch Dieselbusse. Der Bau der O-Straßenbahn ist längst fixiert und beginnt bald.
Wird dabei aber auch nicht vergessen, dass den BürgerInnen anstelle des West-Astes der Buslinie R ebenfalls eine Straßenbahn versprochen wurde? Bereits seit zwei Jahren schon fahren in die Rehgasse nur noch Dieselbusse.
Am 16. Jänner wurde der Fahrdraht, der die ehemalige O-Bus-Linie R in der Layrstraße mit der Linie O verband, endgültig gekappt, bald schon wird er vollkommen abgebaut sein.
Wir erinnern uns: im Oktober 2004 wurde der Finanzierungsvertrag für das Regionalbahnkonzept zwischen Bund, Land Tirol und Stadt Innsbruck abgeschlossen. Er regelt die Finanzierung der Straßenbahnlinie O und des Regionalbahn-Astes nach Hall. Beides ist darin zusammengefasst als "Teilprojekt Ost".
Die O-Straßenbahn und die Regionalbahn nach Hall stehen also außer Frage - das Geld ist da, die Planungen laufen.
Schon vor Abschluss des Finanzierungsvertrages gab es jedoch einen, immer noch gültigen, Gemeinderatsbeschluss, nach dem auch der West-Ast der Linie R, bis zum Steinbockweg, als Verlängerung der aus Amras bzw. vom Hauptbahnhof kommenden Linie 3 als Straßenbahn ausgebaut wird.
Dem vorangegangen war eine ausführliche Entscheidungsfindung aus mehreren Varianten auf politischer und IVB-Ebene.
Dieser neue Westast der Linie 3 ist auch im von Stadt und Land beschlossenen Regionalbahnkonzept enthalten und unverzichtbarer Bestandteil des geplanten, attraktiven Schienennahverkehrssystems. Doch im Finanzierungsvertrag von Oktober 2004 wurde diese neue Straßenbahnlinie, zusammen mit dem Regionalbahn-Ast Richtung Völs, in ein "Teilprojekt West" ausgelagert, dessen Ausfinanzierung zu einem späteren Zeitpunkt eigens zu regeln wäre.
Als Zeithorizont für den Baubeginn des "Teilprojekts West" ist im Regionalbahnkonzept das Jahr 2010 festgelegt - die Finanzierung muss rechtzeitig davor geklärt werden.
Seitdem ist es allerdings still geworden um den 3er-Westast. Seit Jahren schon wird die Linie R ins südwestliche Hötting statt mit leisen und umweltfreundlichen O-Bussen nur noch mit Dieselbussen betrieben, das "Teilprojekt West" wurde von seiten der Stadtregierung nicht mehr erwähnt.
Es wäre nicht akzeptabel, wenn schlussendlich, entgegen den Versprechungen, die den BürgerInnen gemacht wurden, und vor allem entgegen eines rechtsgültigen Gemeinderatsbeschlusses nur die Hälfte des ehemaligen Elektrobusnetzes mit Straßenbahnen betrieben würde und am Westast der Linie R der Dieselbus verbliebe.
Die Arbeitsgemeinschaft Innsbrucker Nahverkehr fordert daher im Interesse der AnrainerInnen und PendlerInnen, aber auch angesichts der nach wie vor steigenden Anzahl von PKW-Fahrten im Stadtgebiet, der verstopften Straßen und vor allem der katastrophal schlechten Luftwerte, von der Stadtregierung ein öffentliches Bekenntnis zum Bau dieser wichtigen Straßenbahnverbindung und die umgehende Klärung der Finanzierung!
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Aus für den O-Bus: Straßenbahn statt Linie R nicht vergessen!
Autor: Anonymous am
Donnerstag, 18. Januar 2007, 10:19 Uhr
Der Feinstaub spielt dabei keine Rolle. Für das Einstellen der O-Busse waren Rote und GRÜNE!