Tirol liegt bei der jüngste Einkommensstatistik im Bundesländervergleich an vorletzter Stelle, bei der Kaufkraft gar an letzter. "Jetzt haben die LandespolitikerInnen reagiert. Sie verändern ihr Bezügegesetz, und können in Zukunft zusätzlich von einer Pensionskasse profitieren", erklärt Josef Stingl, stv. Bundesvorsitzender des GLB. "Vergessen haben sie auf die Breite Masse der Bevölkerung, außer dass die es ist, die ihre Gehalts- und Pensionskosten über dem Steuerweg finanzieren."
Konkret geht es eine neue Pensionskasse für Tirols LandespolitikerInnen: Für Landtagsabgeordnete soll künftig die Möglichkeit bestehen, dass sie zehn Prozent ihres Gehalts in eine Pensionskassa einzahlen können. Regierungsmitgliedern und Clubobleuten soll laut Gesetzesvorlage der Beitrag zusätzlich zu ihren bisherigen Einkommen bezahlt werden. Die "Entschuldigung" des Landeshauptmann Herwig van Staa, "andere Bundesländer hätten bereits ähnliche Modelle eingeführt".
Der stv. Bundesvorsitzende Josef Stingl regt erneut einen "Sozialplan für Tirol" an und fordert den "Schluss mit allen Politikerprivilegien!" ein. Für die Bezahlung der PolitkerInnen regt er eine Koppelung ihrer Bezüge an ein noch zu schaffendes gesetzliches Mindesteinkommen; z.B. 1.300 Euro im Monat an. "So würde mit jeder Erhöhung der Politikereinkommen automatisch die BezieherInnen der kleineren Einkommen profitieren."