Tiroler SP-Bildungssprecher Herwig Ostermann fassungslos über "Kompromiss" zu Studiengebühren
"Die zwischen Alfred Gusenbauer und Wolfgang Schüssel erzielte Einigung zu den Studiengebühren ist ein Affront gegen sämtliche Studierende in Österreich" zeigt sich Herwig Ostermann, Vorsitzender der SP-Bildung Tirol, überzeugt.
"Es ist an Zynismus kaum zu überbieten, dass Studierenden aus Haushalten, die sich die €726 im Jahr nur schwer leisten können, vom künftigen SP-Kanzler nahegelegt wird, nun jenen Betrag durch soziale Dienste abzuarbeiten." meint Ostermann und verweist auf die vollkommen unsoziale Logik der getroffenen Einigung: "Wenn du nicht wohlhabend genug bist, musst du – um in den Genuss einer öffentlichen Leistung zu kommen -, einen "Beitrag" für die Gemeinschaft durch soziale Arbeit erbringen. Wenn du reich genug bist, dann kauf dich mit €363 im Semester frei."
"Ich fordere daher die Tiroler Mitglieder des Bundesparteivorstands der SPÖ auf, der geplante Koalition mit der ÖVP nicht zuzustimmen, primär auf Grund der asozialen Studiengebührenlösung, aber auch auf Grund der Verhandlungspleite bei den Ministerien. Denn auch für Hannes Gschwentner, Ernst Plechlaner und Gisela Wurm muss gelten, was vor der Wahl versprochen wurde"“ schließt Ostermann.