Teures Wohnen: Tirol liegt bei den Wohnkosten österreichweit an der Spitze

Samstag, 22. Oktober 2005, 13:42 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Eine AK-Befragung bei 1.200 jungen ArbeitnehmerInnenhaushalten in den größten österreichischen Städten zeigt: Junge Arbeitnehmerhaushalte müssen deutlich mehr zahlen als der Mieter-Durchschnitt. Die Tiroler Wohnkosten sind die höchsten von ganz Österreich. Nach der Kaufkraftstudie, der zufolge die Tiroler die niedrigsten Haushaltseinkommen und die höchsten Lebenshaltungskosten haben, zeigt die jüngste bundesweite AK-Erhebung einmal mehr, dass die Mietpreise vor allem im Ballungsgebiet Innsbruck für junge Familien nahezu unerschwinglich geworden sind.

"Ohne das Angebot an Gemeindewohnungen und geförderten Genossenschaftswohnungen wäre für viele junge ArbeitnehmerInnenfamilien Wohnen gar nicht mehr leistbar", betonen die AK Wohnexperten. Bei privaten Mietwohnungen zahlen junge Arbeitnehmerhaushalte, die 2003/2004 eine Wohnung gemietet haben, im Schnitt bereits ein Drittel ihres Nettoeinkommens für die Miete, bei Gemeindewohnungen nur rund ein Fünftel.

Überdurchschnittliche Verteuerung bei privaten Mieten

Im privaten Wohnungssegment war die Steigerung der Mieten überdurchschnittlich hoch. Junge Haushalte, die 2003/2004 eine private Mietwohnung gemietet haben, mussten pro Quadratmeter um 2,87 Euro (plus 60 Prozent) mehr bezahlen, als die Haushalte, die die Wohnung schon vor zehn Jahren gemietet haben. Für eine Durchschnittswohnung von 69 Quadratmeter ergibt sich dadurch eine Verteuerung von monatlich rund 200 Euro.

Wie hoch ist die Mietenbelastung für junge AN-Haushalte im Städtevergleich ?

Wien - 24,5 Prozent des Haushalts-Nettoeinkommens

Linz - 25,0 Prozent des Haushalts-Nettoeinkommens

Salzburg - 27,2 Prozent des Haushalts-Nettoeinkommens

Graz - 28,5 Prozent des Haushalts-Nettoeinkommens

Innsbruck - 28,8 Prozent des Haushalts-Nettoeinkommens

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