Eine AK-Befragung bei 1.200 jungen
ArbeitnehmerInnenhaushalten in den größten österreichischen Städten zeigt:
Junge Arbeitnehmerhaushalte müssen deutlich mehr zahlen als der
Mieter-Durchschnitt. Die Tiroler Wohnkosten sind die höchsten von ganz
Österreich. Nach der Kaufkraftstudie, der zufolge die Tiroler die niedrigsten
Haushaltseinkommen und die höchsten Lebenshaltungskosten haben, zeigt die
jüngste bundesweite AK-Erhebung einmal mehr, dass die Mietpreise vor allem im
Ballungsgebiet Innsbruck für junge Familien nahezu unerschwinglich geworden
sind.
"Ohne das Angebot an Gemeindewohnungen und geförderten Genossenschaftswohnungen wäre für viele junge ArbeitnehmerInnenfamilien Wohnen gar nicht mehr leistbar", betonen die AK Wohnexperten. Bei privaten Mietwohnungen zahlen junge Arbeitnehmerhaushalte, die 2003/2004 eine Wohnung gemietet haben, im Schnitt bereits ein Drittel ihres Nettoeinkommens für die Miete, bei Gemeindewohnungen nur rund ein Fünftel.
Überdurchschnittliche Verteuerung bei privaten Mieten
Im privaten Wohnungssegment war die Steigerung der Mieten überdurchschnittlich hoch. Junge Haushalte, die 2003/2004 eine private Mietwohnung gemietet haben, mussten pro Quadratmeter um 2,87 Euro (plus 60 Prozent) mehr bezahlen, als die Haushalte, die die Wohnung schon vor zehn Jahren gemietet haben. Für eine Durchschnittswohnung von 69 Quadratmeter ergibt sich dadurch eine Verteuerung von monatlich rund 200 Euro.
Wie hoch ist die Mietenbelastung für junge AN-Haushalte im Städtevergleich ?
Wien - 24,5 Prozent des Haushalts-Nettoeinkommens
Linz - 25,0 Prozent des Haushalts-Nettoeinkommens
Salzburg - 27,2 Prozent des Haushalts-Nettoeinkommens
Graz - 28,5 Prozent des Haushalts-Nettoeinkommens
Innsbruck - 28,8 Prozent des Haushalts-Nettoeinkommens