Zum wiederholten fordert Josef Stingl, Landessprecher des Gewerkschaftlichen
Linksblock Tirol einen "Sozialplan für Tirol". Anlass dazu sind
diesmal die neuesten Arbeitslosenzahlen: "Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit
im September seien zwar alle Bundesländer betroffen. Nur, die stärksten Zuwächse
haben die Tourismusländer Tirol mit plus 13,0 Prozent und Vorarlberg mit plus
11,7 Prozent." Besorgt zeigt sich der GLB-Sprecher über die Zukunft der
Jugendlichen. Die 20- bis 24-Jährigen seien von der Arbeitslosigkeit am
stärksten betroffen und die Lehrstellensuchenden seien im September um
7,69 Prozent mehr geworden.
Stingl schlägt als Teil eines Sozialplanes die sofortige Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem Lohn; die Schaffung eines öffentlich geförderten Beschäftigungssektors, der Aufgaben übernimmt, die weder von privater Seite noch vom öffentlichen Dienst ausreichend wahrgenommen werden - beispielsweise in den Bereichen Altenpflege; die Schaffung von überbetrieblichen Lehrwerkstätten mit einer gesetzlichen Finanzierungsverpflichtung für Betriebe die nicht ausbilden.