GPA fordert aussreichende finanzielle Mittel für die Sozialvereine

Donnerstag, 24. November 2005, 14:52 Uhr

Beitrag von: GLB

Am 24. November 2005, auf der Bezirkskonferenz der GPA-Innsbruck wurde die mangelnde Finanzierung der Sozialvereine in Tirol angeprangert. So stellten die TeilnehmerInnen fest, dass das öffentliche Hand seine gesellschaftliche Verantwortung bei der Behindertenbetreuung und der Pflege älterer Menschen sozialen Vereine überträgt. Sie kann sich aber dadurch nicht der finanziellen Verantwortung entziehen.

Anders das Land Tirol, die Vereine werden finanziell gegeneinander ausgespielt, manche Vereine haben Verträge andere nicht. Aufgrund fehlender finanzieller Mitteln, werden die sozialengagierten KollegInnen in der Hauskrankenpflege, Behindertenbetreuung usw. vom Land zur "Selbstausbeutung" gezwungen. In diesen Bereichen gibt es zuwenig Personal, prekäre Arbeitsverhältnisse, bzw. werden arbeits- und sozialrechtlichen Mindestnormen, wie der bundesweite Kollektivvertrag für den gesamten Bereich der Gesundheits- und Sozialen Dienste einschließlich Behindertenarbeit und Kinder- und Jugendwohlfahrt (BAGS-KV) nicht anerkannt.

Auf Initiative des Gewerkschaftlichen Linksblocks wurde einstimmig ein Antrag beschlossen, in dem das Land Tirol aufgefordert wird für die Sozialvereine ausreichend finanziell Mitteln zur Verfügung zu stellen, damit alle sozial- und arbeitsrechtlichen Richtlinien, insbesondere der BAGS-KV, eingehalten werden können. Außerdem fordert das Bezirksforum der GPA-Innsbruck das Land Tirol auf, die Mitgliedschaft bei der "BAGS - Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe" als Förderungsbedingung zu beschließen, damit der BAGS-KV anerkannt wird.

Die Pflegehelferin Maria Illetschko vom Gewerkschaftlichen Linksblock: "Ich erwarte mir, dass die Verantwortlichen des Landes, insbesondere Landeshauptmann Van Staa, Gesundheitslandesrätin Zanon und Soziallandesrätin Gangl die Forderungen der GPA ernst nehmen und nicht im Rundordner entsorgen. Oder liegt ihnen am Wohl der älteren Generation, der Behinderten und den zahlreichen Kolleginnen und Kollegen aus diesem Bereich so wenig?"

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