SPÖ-Tourismussprecher Josef Auer fordert mehr Engagement im Jugendtourismus
Foto: SPÖ Tirol/Meinhard Eiter - SPÖ-Tourismusprecher Josef Auer war beim Besuch des Jugendgästehauses in Steinach vom Angebot begeistert. Er wünscht sich mehr solche Häuser.
"Was die Altersstruktur unserer Gästeschicht anbelangt, schauen wir sprichwörtlich alt aus!" Mit dieser Aussage trifft der Tourismussprecher der Tiroler SPÖ, LA Josef Auer aus Radfeld, den Nerv eines zentralen Problems im Fremdenverkehr.
Auer fordert bessere Angebote für den Jugendtourismus und unterlegt dies mit traurigen Fakten: "Nur zwei Prozent der Sommergäste sind laut einer Studie jünger als 19 Jahre. Laut Erhebung der Tirol-Werbung sind von 100 Beherbergungsbetrieben, die sich als Jugendhäuser anpreisen, weniger als 5 Prozent jugendgruppentauglich!"
Auer verlangt daher die Erstellung eines Konzeptes für Jugendtourismus. Es geht dabei um jugendtaugliche Häuser und entsprechende Freizeitangebote, speziell auch im Sommer. "Die SPÖ Tirol hat das ins Koalitionsabkommen hineinreklamiert. Geschehen ist noch nicht viel. In Tourismusfragen scheint uns die ÖVP nicht ernst nehmen zu wollen", beklagt Auer.
Positiv: Jugendgästehaus Steinach
Wie es geht, zeigt ein aktuelles Beispiel in Steinach. "Das dort vor wenigen Tagen eröffnete Jugend- und Familiengästehaus ist ein Musterbeispiel", konstatiert Auer, der sich dieses Haus zum Jahreswechsel vor Ort angeschaut hat. "Sowohl die MitarbeiterInnen als auch die Gäste sind dort voll des Lobes. Kinder und Jugendliche finden hier optimale Freizeitangebote zu einem leistbaren Preis. Dies auch deshalb, weil die Gemeinde die örtliche Infrastruktur in den Dienst der Sache stellt", lobt Auer, der sich mehr solche Jugendgästehäuser wünscht.
"Jugendarbeit ist auch in der Wirtschaft notwendig. Speziell im Tourismus. Denn dort drohen uns die Gäste im wahrsten Sinn des Wortes wegzusterben", will Auer bewusst provozieren, um durch eine offene Diskussion ein Umdenken in den Köpfen der Tourismusgranden in Gang zu setzen.
"Coolness" anheizen!
Den für Tourismus und Finanzen zuständigen Landeshauptmann fordert er auf, den Förderungsdschungel zu lichten, um den Jugendtourismus zu forcieren.
Neben "Wellness" muss Tirol auch "Coolness" anheizen, glaubt Auer.