Osttiroler SPÖ-Abgeordnete fordert erhöhte Wohnbauförderung für strukturschwache Gebiete
"Die für die Wohnbauförderung zuständige Landeshauptmannstellvertreterin Elisabeth Zanon vernachlässigt ihren Heimatbezirk", kritisiert die Osttiroler SPÖ-Abgeordnete Elisabeth Blanik. Hauptgrund für Blaniks Kritik ist die Tatsache, dass Zanon einen Antrag auf erhöhte Wohnbauförderung bisher ignoriert hat. "Die ÖVP-Frau erkennt zwar das Problem drohender Abwanderung, will aber offenbar nichts tun§, ärgert sich Blanik.
"Aufgrund fehlender Versorgungsinfrastruktur und fehlender Arbeitsplätze ist der ländliche Raum zunehmend von Abwanderungsbewegungen bedroht. Um dieser Tatsache entgegenzusteuern, sollen in der Wohnbauförderung entsprechende Anreize für die Errichtung von Wohnanlagen geschaffen werden", fordert die SPÖ-Abgeordnete aus Lienz.
"In Kärnten funktioniert ein solches Modell bereits", weiß Blanik, die berichtet; "Dort zählen zum ländlichen Raum alle Gemeinden außerhalb der Sitzgemeinden der Bezirkshauptmannschaften, deren Bevölkerungsdichte unter dem OECD Schwellenwert von 150 Einwohnern/km² Gemeindefläche oder einem entsprechenden Wert nach Einwohnerzahl je km² Dauersiedlungsraum liegt. Zum strukturschwachen Raum zählen jene Gemeinden, die eine geringe Arbeitsplatzdichte und eine negative Bevölkerungsentwicklung oder eine negative Arbeitsplatzentwicklung aufweisen."
Gemeinden außerhalb der Stadtregionen und außerhalb der wirtschaftlich prosperierenden Gebiete sind durch eine negative Entwicklung gekennzeichnet. Dort sorgt die Abwanderung der jungen und einigermaßen kaufkräftigen Bevölkerung für einen Prozess der als "negative zirkuläre Verursachung bezeichnet wird.
"Eine erhöhte Wohnbauförderung für strukturschwache Gebiete wäre eine optimale Maßnahme, der drohenden Abwanderung entgegenzusteuern", fordert Blanik nochmals Zanon auf, für Osttirol etwas zu tun.