GRÜNE nennen SPÖ-Gebühren "noch unsozialer" als Gehrer-Gebühren
"Noch unsozialer" sei der SPÖ-Vorschlag für Studiengebühren als es die bisherigen Gehrer-Studiengebühren waren, warnt heute der GRÜNE Gemeinderat Gebi Mair. Der SPÖ-Vorschlag sieht höhere Studiengebühren bei längerer Studiendauer vor.
"Neben dem Studium arbeiten müssen vor allem Studierende, deren Eltern wenig verdienen. Und wer neben dem Studium arbeitet, braucht länger" erklärt Mair und belegt dies mit Zahlen aus dem Bildungsministerium. Studierende, deren Eltern weniger verdienen sind deutlich öfter vollzeit-berufstätig. Das schlage sich besonders auf die Studiendauer nieder. Das Bildungsministerium hat im Sozialbericht der Studierenden erhoben, dass Studierende mit ärmeren Eltern deshalb auch deutlich älter sind als jene mit gutverdienenden Eltern.
"Gusenbauers Studiengebühren sind ein Anschlag auf Studierende mit schlechtverdienenden Eltern" analysiert der GRÜNE Gemeinderat und lehnt das SPÖ-Modell vehement ab. "62% der berufstätigen Studierenden würden gerne weniger arbeiten, können es sich aber nicht leisten. Das sind die angeblichen Bummelstudenten: Studierende mit weniger reichen Eltern."
Mehr als zwei Drittel der Studierenden sind derzeit berufstätig, davon 47% während des gesamten Semesters. 52% der Studierenden überschreiten die Mindeststudiendauer um mehr als vier Semester. Bereits ab zwei Überschreitungssemestern sollen Gusenbauers Gebühren schlagend werden. Höhere Erwerbstätigkeit gibt es vor allem bei Studierenden geisteswissenschaftlicher Studien. In Innsbruck seien Studierende zudem durch die hohen Wohnungspreise verstärkt belastet.
"Die SPÖ muss den Gebühren-Vorschlag sofort zurücknehmen" fordert Gebi Mair. "Im Interesse jener Studierenden, die weniger Geld haben und deshalb berufstätig sein müssen."
Quellen:
Bericht zur sozialen Lage der Studierenden des BMBWK
http://www.bmbwk.gv.at/universitaeten/pm/publ/Studierenden-Sozialerheb9051.xml
Hochschulstatistik der Statistik Austria
http://www.statistik.at/neuerscheinungen/hochschul2004.shtml