Gesundheits- und Sozialberufe: Gewerkschaften geben klein bei!

Mittwoch, 14. Dezember 2005, 19:00 Uhr

Beitrag von: GLB

Eine Stellungnahme der Vorsitzenden des Gewerkschaftlichen Linksblocks in der GPA (GLB-GPA), Selma Schacht: Am 12.Dezember einigten sich die Arbeitgeber der BAGS (Gesundheits- und Sozialberufe) und die Gewerkschaften GPA, HGPD und HTV auf einen Lohnabschluss von 2,7% (auf KV-Lohn, 2,65% auf den IST-Lohn). Am Beginn der Verhandlungen stand der Gewerkschafts - Beschluss, 4,1% zu fordern und dafür jegliche Diskussion um andere Inhalte des Kollektivvertrags hinan zu stellen. Die Arbeitgeberseite beantwortete dies mit dem undiskutablen "Angebot" von 1,4 % - und siehe da, die Gewerkschaftsforderungen schmolzen nur so dahin.

War Anfangs von 4,1% die Rede, lag man bald nur mehr bei "na schon mindestens drei Prozent" bis hin zu "2,7% ist wirklich die unterste Schmerzgrenze".

Die Schmerzgrenze ist (nicht erst jetzt) erreicht - und die GPA übertitelt dies mit "erfolgreicher KV-Abschluss" und freut sich über "doch noch einen Reallohnzuwachs".

Die 37.000 Beschäftigten im Sozial- und Gesundheitsbereich müssen also auch in Zukunft im Niedriglohnsektor arbeiten, die Masse der "working poor" - gerade hier sind viele Frauen, und diese oft teilzeit, beschäftigt - wird weiter ansteigen.

0 Kommentar(e)



http://imzoom.info/article.php/20070101190016873