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in wenigen Tagen feiern wir Weihnachten und bis zum Jahreswechsel ist es
auch nicht mehr weit. Es ist Zeit zurück zu blicken, Bilanz zu ziehen und einen
Ausblick auf das neue Jahr zu wagen. Das Jahr 2005 wird uns nicht ausschließlich
in angenehmer Erinnerung bleiben. Immer mehr Menschen sind auch in Tirol
ohne Arbeit. Sie kämpfen mit überhöhten Mieten, steigenden Heizkosten, fürchten
weitere Verschlechterungen der Sozialgesetzgebung und fürchten zusätzliche
Lärm- und Gesundheitsbelastungen aus Transit und Verkehr.
Zweifelsohne eine schwierige Zeit, trotzdem meinen wir, dass sie nicht gottgegeben ist. Zur Veränderung erfordert es allerdings Mut "Links abzubiegen", Solidarität und Bereitschaft dafür auch aktiv zu sein. Was heuer begonnen wurde wird 2006 vom Gewerkschaftlichen Linksblock Tirol fortgesetzt. In diesem Sinne werden wir beispielsweise nach unserem Antrag für eine "gesunde Gesundheitsreform" an die Arbeitkammer - der von fast 2000 Kolleginnen und Kollegen unterzeichnet und von der AK positiv aufgenommen wurde - die Gesundheitsfragen nicht at acta legen, sondern auch 2006 den Mittelpunkt unserer Politik stellen.
Im Übrigen setzt der Gewerkschaftliche Linksblock 2006 bundesweit den Schwerpunkt "Gesundheit ohne Selbstbehalte". Mit Veranstaltungsreihen, öffentlichen Diskussionen, Anträgen an die Arbeiterkammern und Gewerkschaften soll der Lüge der Nichtfinanzierbarkeit der Gesundheit entgegengewirkt werden.
Natürlich kann Gesundheit nicht der einzige Schwerpunkt unserer Arbeit sein. Ich möchte einige andere Beispiele herausgreifen. So steht erste Halbjahr 2006 unter der österreichischen EU-Präsidentschaft In Villach treffen sich am 21. Jänner 2006 die EU-Sozialminister. Ein Tag, an dem ihnen öffentlich der Protest gegen ihre Dienstleistungsrichtlinie, Ausverkaufspolitik und Postliberalisierung (sprich Privatisierung) gezeigt werden kann. Am 7. und 8. März gipfeln dann die Verteidigungs- richtiger Militarisierungsminister in Innsbruck. Hier sind Zeichen gegen NATO, Irakkrieg und Militarisierung und für eine aktive Neutralitätspolitik angesagt. Eine breite Plattform organisiert bereits eine Demo, einen inhaltlichen und kulturellen Gegengipfel und einiges mehr.
Außerdem haben wir uns entschlossen, im Herbst wieder ein Fußballturnier - welches natürlich wieder unter einem sozialen Motto stehen wird - durchzuführen. Wir erinnern, heuer haben elf Mannschaften sportlich gegen Armut, Hunger und Not am Welternährungstag aufmerksam gemacht.
Mein herzlicher Dank gilt allen, die heuer auf der Straße, durch ihre Unterschrift für unseren Antrag, in Gewerkschaft, Arbeiterkammer und Betrieb,... für die Interessen der ArbeiterInnen und Angestellten aktiv waren. Gleichzeitig bitte ich alle, die sich bisher zurückgehalten haben, auch den Schritt "Links abzubiegen" bei der Gemeinderatswahl, bei den verschiedensten Protestmaßnahmen und mit ihrer Mitarbeit beim GLB zu wagen. Allen wünsche ich, auch im Namen aller FunktionärInnen und BetreibsrätInnen des Gewerkschaftlichen Linksblock erholsame Weihnachtsfeiertage und für das Jahr 2006 Erfolg, Glück und vor allem Gesundheit.
Josef Stingl
stv. Bundesvorsitzender des GLB
und Sprecher des
GLB-Tirol
0699/817 32 423