Das Metallwerk Pittl ist an der Anzahl der betroffenen Mitarbeiter heuer die
größte Firmenpleite Tirols. "Die Leidtragenden sind die 270
Beschäftigten. Kurz vor Weihnachten zittern sie um ihren Arbeitsplatz und den
ausstehenden November- und Dezemberlohn sowie das Weihnachtsgeld", prangert
Josef Stingl, Sprecher des Gewerkschaftlichen Linksblock Tirol (GLB) die
Geschäftsgebarung der Pittl-Metallwerke an. Denn trotz des bevorstehenden
Konkurses und der 11 Millionen Euro Verbindlichkeiten könne der Pittl-Clan in
eine volle Privatschatulle greifen und brauche - im Gegensatz seiner 270
ArbeiterInnen und Angestellten - nicht bei den Weihnachtsgeschenken sparen.
Wären die Pittls anständig, würden sie sich nicht darauf verlassen, dass es der Arbeitkammer gelingt, die fehlenden Lohngelder für die 270 Kolleginnen und Kollegen noch vor Weihnachten aus dem Insolvenzfonds zu bekommen, sondern würden ihren treuen ArbeiterInnen und Angestellten die fehlenden Beträge aus dem Privatvermögen bezahlen. "Denn, es war die von Pittl-Junior getroffene,Entscheidung in den Einstieg als Automobilzulieferer, und die fast ausschließliche Konzentration auf diese Produktionssparte, die den Betrieb von den Automobilriesen abhängig und den Betrieb pleite machte", stellt der GLB-Sprecher fest.
Stingl spricht für den GLB die volle Solidarität mit den 270 ArbeiterInnen und Angestellten aus und fordert Gemeinde, AMS, ÖGB und AK auf, nicht hilflose Appelle vom Stapel zu lassen, sondern sich für eine dauerhafte und krisenfeste Lösung einzusetzen.