Aufhorchen läßt die Gesundheitsministerin Rauch-Kallat. Statt ihren Gesundheitsagenturen sollen jetzt Gesundheitsplattformen kommen. Inhaltlich soll sich allerdings nichts ändern.
Den Krankenkassen soll bei der Finanzierung des Gesundheitswesen das Mitspracherecht weitgehendst gestohlen werden und die Privatisierung soll fortgesetzt werden.
"So nicht", meint der Sprecher des GLB-Tirol, Josef Stingl: "Es ist schon sinnvoll, dass der Kompetenzendschungel bei der Finanzierung abgeschafft werde. Aber die Gesundheitsausgaben werden ohnehin zu hundert Prozent von den Versicherten getragen. Sie sind die BeitragszahlerInnen und sie sind die SteuerzahlerInnen der Kosten der öffentlichen Hand."
Daher fordert der GLB-Tirol, dass die Versicherten das Gesundheitssystem, sowohl organisatorisch als auch finanziell selbstverwalten und spricht sich für die selbstverwaltenden Sozialversicherungen aus, verlangt aber den rigorosen Privilegienabbau und eine demokratische Offensive in Richtung "Mehr Mitbestimmung" durch gewählte VersichertenvertreterInnen.
In diesem Zusammenhang startet der Gewerkschaftliche Linksblock Tirols im November eine Schwerpunktaktion "Gesundheit, was wird aus dir?"