Das neue Jahr startet mit einer unerfreulichen Nachricht für zehntausende Tiroler Pendler. Mit 1. Februar werden Verkehrsverbund-Tickets teurer.
INNSBRUCK (va). "Wir werden die Tarife mit 1. Februar erhöhen", bestätigt Verkehrsverbund-Chef Jörg Angerer gegenüber der TT. Die genaue Höhe der Verteuerung stehe noch nicht fest, es habe aber beispielsweise kräftige Verteuerungen bei den Dieselpreisen gegeben. Zuletzt hatte der Verkehrsverbund Tirol (VVT) im Februar 2005 die Bus- und Bahnpreise für Einzelfahrkarten sowie Wochen-, Monats- und Jahrestickets um 2,5 bzw. 3,4% angehoben, was etwa Innsbruck-Pendler aus Landeck oder Kufstein im Jahr mit über 40 Euro zusätzlich getroffen hat. Mit einer Erhöhung in zumindest ähnlicher Höhe und damit über der Inflationsrate ist wohl zu rechnen. In der Ostregion waren die Zeitkarten zuletzt bereits um bis zu 5 Prozent verteuert worden.
Unterdessen gärt es bei Pendlern, die von Ötztal-Bahnhof nach Innsbruck fahren, weiter. Wie berichtet, hatte der Verkehrsverbund im Vorjahr für die Jahreskarte eine Preiserhöhung von 840 auf 1194 ¤ beschlossen. Das entsprach laut Arbeiterkammer einer Verteuerung um 42 Prozent. Laut AK waren mindestens 150 Pendler davon betroffen, Interventionen bei LH Herwig van Staa hätten bisher aber nicht gefruchtet. Jetzt melden sich laut AK wieder vermehrt Ötztal-Pendler, wohl auch deshalb, weil bei vielen die alte Jahreskarte abgelaufen ist. Der VVT hatte die Maßnahme damit begründet, dass das günstige Regio-Ticket nie für die Pendler gedacht gewesen sei, sondern die teurere Zonenkarte.
Ein anderes Beispiel dafür, dass der VVT nicht immer konsumentenfreundlich vorgehe, ist laut AK die Streichung einer Wabe aus der Regionskarte im Oberland. Hier habe man verabsäumt, die Kunden auf den nötigen Wabennachkauf und die Mehrkosten aufmerksam zu machen.
Tiroler Tageszeitung - 3.1.2006