"Schon wieder sollen in Innsbruck rechtsradikale und frauenfeindliche Töne zu hören sein", verurteilt Josef Stingl, stv. Bundesvorsitzender des Gewerkschaftlichen Linksblock (GLB) das Bushido-Konzert am 15. Februar am Hafen. Die freie Enzyklopädie Wikipedia zu Bushido: "Bushido wird in den Medien des öfteren nationalistische und rassistische Inhalte und mangelnde Distanz zu rechtsextremen Fans vorgeworfen. Seine Anhänger verweisen demgegenüber auf Bushidos Herkunft oder seine Kollaborationen mit Künstlern wie Azad, Eko Fresh und Cassandra Steen."
Wikipedia weiter: "Häufiger Diskussionsgegenstand um Bushido sind auch immer wieder dessen angeblich schwulen- und frauenverachtenden Inhalte. Beispielsweise ist im Song Nutte Bounce das herabsetzende "Nutte" das am häufigsten verwendete Wort überhaupt. Auf Nachfrage erklärte Bushido, er meine damit nicht Frauen im allgemeinen, sondern nur "echte Schlampen" wie Groupies. Textstellen wie "Ein Schwanz in den *zensiert*, ein Schwanz in den Mund. Ein Schwanz in die Fotze, jetzt wird richtig gebumst" aus dem mittlerweile indizierten Song Gangbang glorifizieren den Gangbang als Sexualpraktik und werden von Gegnern als sexistisch oder sogar als Aufforderung zur Vergewaltigung gewertet. (...) Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften schätzt einzelne Songs von Bushido als jugendgefährdend ein. (...)"
"Auch wenn Bushido diese Vorwürfe zu verharmlosen versucht und jegliche rechtsextreme Gesinnung von sich weist, dann sicher nicht weil er geläutert ist", meint Stingl. Er verweist auf ein aktuelles Interview der Zeitschrift 6020: Bushido wird gefragt, "du hast einige deiner Alben, die auf den Index gelandet sind, noch einmal in `entschärfter` Version veröffentlicht. Ein Zeichen von Einsicht?" Antwort: "Nein, das habe ich aus rein wirtschaftlichen Gründen gemacht. Ich hab einfach die betroffenen Tracks vom Album genommen, damit wir es weiter verkaufen können. Das ist kein Zeichen des Nachgebens."
Der stv. Bundesvorsitzende des GLB fordert in diesem Zusammenhang das
sofortige Verbot des Konzertes am Innsbrucker Hafen.