Benzinpreiserhöhungen: GLB verlangt Nulltarif für Pendlerinnen

Donnerstag, 23. Juni 2005, 23:44 Uhr

Beitrag von: GLB

Tausende Tiroler Berufstätige pendeln täglich oder wöchentlich mit öffentlichen oder privaten Verkehrsmitteln über die Bezirksgrenze hinaus. Pendeln stellt für die Betroffenen eine starke zeitliche wie finanzielle Belastung dar. Und die finanzielle Belastung verschärft sich Tag für Tag. Die jüngsten Benzin- und Dieselpreiserhöhung belasten die AutofahrerInnen mit rund 151 Mio. Euro im Jahr. "Freuen kann sich nur der Finanzminister", meint Josef Stingl, Sprecher des GLB-Tirol. Er verdiene bei zwei Cent Preiserhöhung alleine aus der Mehrwertsteuer bei Diesel und Benzin 25,2 Mio. Euro im Jahr zusätzlich.

Jetzt verlangt der Tiroler AK-Chef Fritz Dinkhauser (ÖVP) angesichts der gestiegenen Treibstoffpreise eine Erhöhung des Kilometergelds und der Pendlerpauschale: "Rauf mit dem Pendlerpauschale um weitere 15 Prozent und eine Erhöhung des Kilometergelds auf 42 Cent." Im übrigen seien die Tiroler "die Draufzahler", höchste Lebenshaltungskosten und Treibstoffpreise bei niedrigsten Einkommen.

Stingl: "Wir, vom Gewerkschaftlichen Linksblock, unterstützen die Forderungen des AK-Präsidenten. Aber insgesamt verlangen wir den Nulltarif für PendlerInnen bei öffentlichen Verkehrsmitteln. Dies ist berechtigt, da die PendlerInnen ohnehin ihre Freizeit für den verlängerten Weg zur und von der Arbeit einsetzen. Nach unserer Auffassung, sollten sie nicht auch noch zusätzlich `finanziell bestraft´ werden, dass sie keinen Arbeitsplatz in der Nähe ihres Wohnort vorfinden."

Zur Finanzierung des Nulltarifes regt der GLB-Sprecher eine Unternehmensabgabe zur Stützung des Nah- und PendlerInnenverkehrs (für Parkraumbeschaffung gibt es auch derzeit Unternehmensabgaben) und die Zuführung der Mittel der derzeitigen PendlerInnenbeihilfen für Benützer öffentlicher Verkehrsmittel an. "Verbunden mit einer effizienteren Abstimmung der Fahrpläne auf die Bedürfnisse der PendlerInnen und der Vermeidung großer Wartezeiten beim Umsteigen würde der Nulltarif für PendlerInnen auch zu einer vermehrten Benützung der `Öffis´ führen." kommen

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