37 Postämter werden in Tirol geschlossen. Einige Gemeinden bekommen Landzusteller als Ersatz. Diese "Briefträger" verteilen dann nicht nur die Post, sondern sollen auch Post von der Bevölkerung entgegen nehmen. Notwendig dazu ein Handtuch, dieses müssen die Kunden beim Fenster hinaushängen, damit der Postler kommt.
Wie das? Dazu als Beispiel die Gemeinde Finkenberg: Dort regiert ein findiger Bürgermeister,
der über den Postfuchs gut informiert ist. Er wusste über eine Dienstanweisung bescheid, die Postlern nur dann das Betreten von Häusern erlaubt, wenn sie Einschreiben oder Geld abzugeben haben.
So wollte Bgm. Mathias Eberl von der Postdirektion wissen, wie denn die Landzusteller zu den Poststücken der Bevölkerung
kommen. Und die Antwort verblüffte: "Ist Post abzuholen sollen die Bürger ein Handtuch heraushängen.
Dann würde der Briefträger schon klingeln." Der Sprecher des
GLB-Tirol, Josef Stingl, dazu ironisch: "Wenn die Wäsche zum Trocknen
aufgehängt wird, keine Handtücher dazuhängen, sonst könnte der Post
wertvolle Arbeitszeit gestohlen werden."
Erwin Zangerl, seines Zeichens oberster Personalvertreter in Tirol bestätigt die Handtuchvariante, die übrigens in Kärnten auch geben soll.
Zangerl teilt übrigens das "Privileg
des GLB-Postlers Robert Hobek". Auch Zangerl droht eine Klage in
Millionenhöhe, da er sich erdreistete die vorgelegten Zahlen der Post AG
anzweifelte (immerhin verdienen nach dieser die Mitarbeiter der Postämter
jährlich 111.219 Euro, oder 10.110,82 Euro monatlich. ????). Dafür wird im
jetzt Imageschädigung vorgeworfen. "Insofern macht der Handtucherlass
schon wieder Sinn. Denn wenn die KollegInnen von ihrem Dienstgeber im Regen
gestehen lassen werden und die Personalvertreter mit Millionenklagen
überschüttet werden, sind Handtücher sicher gefragt", so der
GLB-Sprecher.