Die Innsbrucker Bevölkerung wird immer ärmer. Die Zahl der Sozialhilfeempfänger ist im vergangenen Jahr um fünf Prozent gestiegen. Überraschend ist, dass die meisten Sozialhilfempfänger noch relativ jung sind. Oft ist es die Situation am Arbeitsmarkt, die eine Lebenskrise auslöst. Jemand verliert seinen Job und bekommt keine Chance mehr. Insgesamt hat die Stadt Innsbruck im vergangenen Jahr 3.300 Sozialhilfeempfänger unterstützt und über zehn Mio. Euro dafür aufgewendet.
Eine Entspannung der derzeitigen Lage ist nicht in Sicht. So wie es ausschaut, wird sich die Situation heuer noch verschärfen, meint der zuständige Vizebürgermeister Eugen Sprenger. "Wir haben eine sehr hohe Arbeitslosenrate, die Konjunktur scheint nicht dem zu entsprechen, was wir uns wünschen. Auch die Situation der Asylwerber wird sich nicht verbessern."
Der GLB-Tirol verlangt in diesem Zusammenhang:
- Das Zurückdrängung aller atypischen und prekarisierten Beschäftigungsverhältnisse.
- Eine Beschäftigungsoffensive durch die öffentliche Hand und wirksame Maßnahmen gegen die Jugendarbeitslosigkeit.
- Einen steuerfreien Mindestlohn von 1.300 €.
- Mindeststandards zur der sozialen Absicherung bei Arbeitslosigkeit, Pension, Karenz ,... von 80 'Prozent des Mindestlohnes.
- Die Rücknahme der Pensionsverschlechterungen.
- Öffentliche Sicherungssysteme statt privater Pensionsvorsorge und Krankenversicherung.