SPÖ-Finanzsprecher Hanspeter Bock fordert gerechtere regionale Aufteilung der öffentlichen Jobs des Landes
Kluft zwischen Arm und Reich.
"Die Kluft zwischen Arm und Reich klafft auch bei Tirols Gemeinden mehr und mehr auseinander. Wir brauchen dringend einen stärkeren Ausgleich zwischen den reichen und den armen Kommunen!" Mit dieser Warnung ließ der Finanzsprecher der Tiroler SPÖ, Hanspeter Bock, bei seiner diesjährigen Budgetrede im Tiroler Landtag aufhorchen.
Warnung vor Gemeinde-Fusionen!
"Als Abgeordneter aus dem ländlichen Raum sehe ich an vielen praktischen Beispielen, dass kleine Gemeinden immer stärker unter Druck geraten", betont der Bürgermeister von Fliess, der eine Aussage mit politischer Zündkraft formuliert: "Wenn wir die Zusammenlegung von Gemeinden nach dem Muster der Tourismusverbände verhindern wollen, brauchen wir eine Verwaltungszusammenlegung. Ideen wie die von der Landesregierung eingeführten Planungsverbände sind die Zukunft. Aber nur dann, wenn sie von der theoretischen auf die praktische Ebene gehievt werden!"
Landeck - kein Platz für Akademiker?!
Das größte Strukturproblem zwischen Stadt und Land sieht Bock am Arbeitsmarkt. "Im öffentlichen Dienst oder bei den Einrichtungen des Landes und den Landesbetrieben haben wesentlich mehr TirolerInnen einen sicheren und gut dotierten Arbeitsplatz als in den Bezirken", hält Bock fest, der ein dramatische Beispiel nennt: "In Innsbruck sind 16 % der Beschäftigten Akademiker, in Landeck lediglich 1,6 Prozent."
Bock fordert daher im Land eine "Umkehr des Zentralisierungsgedankens". Konkrete Anregung ist ein Konzept zur Auslagerung von Landesjobs in die Bezirke.
BU:
Ein lauter Ruf für mehr Landesjobs in den Bezirken - SPÖ-Finanzsprecher Hanspeter Bock fordert eine gerechtere Aufteilung der Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst.