Einkommensschere noch weiter offen

Montag, 03. Januar 2005, 08:53 Uhr

Beitrag von: Redaktion

Der 400 Seiten starke Rechnungshofsbericht liegt vor: Die Einkommensschere klafft weit auseinander. BeamtInnen verdienen weit mehr als Angestellte, Angestellte mehr als ArbeiterInnen. Und zusätzlich kommt noch die Lohndifferenz zwischen Männern (durchschnittlich 18.320 Euro Nettolohn im Jahr) und Frauen (jährlich 12.000 Euro) dazu.

Zu den Zahlen im Einzelnen (im durchschnittliches Jahreseinkommen netto):

BeamtInnen: ¤ 25.826
Angestellte: ¤ 17.440
ArbeiterInnen: ¤ 12.356
Lehrlinge: ¤ 5.628
PensionistInnen: ¤ 11.779
Pensionen nach Geschlecht getrennt: männlich ¤ 15.431, weiblich ¤ 9.311


Der Rechnungshof kommmt zum Schluß: "Der Regierung ist es also noch nicht gelungen, die Benachteiligung der Frauen am Arbeitsmarkt zu beseitigen. Bei gleicher Leistung und Qualifikation müsste es auch das selbe Gehalt geben.

GLB-Sprecher Josef Stingl zur Studie: "Die Bewertung des Rechnungshofes ist noch sehr harmlos formuliert. Real ist es so, dass sich zwischen Männer und Frauen die Einkommensschere immer weiter öffnet. Denn die Männer haben eben meist einen Vollzeitarbeitsplatz. Frauen bekommen für ihre Arbeitsleistung weniger Geld und werden auch immer mehr in Teilzeitjobs gezwungen."

In diesem Zusammenhang bekräftigt Stingl die Forderungen des GLB- Tirol für...

... gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit

... die Zurückdrängung aller atypischen und prekarisierten Beschäftigungsverhältnisse

... einen steuerfreien Mindestlohn von 1500 Euro bei Vollzeitarbeitsverhältnissen und entsprechende Anhebung bei Teilzeit.

... ein Sozialsystem, das den arbeitenden Menschen Sicherheit gibt und ein menschenwürdiges Leben im Fall von Arbeitslosigkeit, Krankheit und Alter gewährleistet mit einer Mindestpension, und -arbeitslosengeld in der Höhe von 80 Prozent des Mindestlohnes.

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