Prostitution in Verbindung mit Menschenhandel muss auf allen Ebenen bekämpft werden

Montag, 04. Dezember 2006, 14:00 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

7 Bordelle gibt es in Tirol. Daneben werden rund 50 Table-Dance-Lokale geführt. Tirol bricht dabei alle Rekorde in Österreich. Steiermark, Vorarlberg, Niederösterreich verfügen "nur" über 10 derartige Lokale, Salzburg über 13 und Burgenland über 2.

Die Situation der Prostituierten in unserem Land, die durch organisierte Menschenhändlerbanden aus aller Herren Länder nach Österreich gekarrt werden, ist wirklich tragisch und lebenszerstörend für junge Mädchen und Frauen. Dabei werden ihnen die Pässe abgenommen und sie werden zur Prostitution - auch unter erheblicher Gewaltanwendung - gezwungen.

In Innsbruck stehen vorwiegend Ungarinnen, Bulgarinnen, Rumäninnen und Frauen aus Tschechien auf der Straße und die Erotikmassage boomt wie nie zuvor. Dabei bedarf es geringer gewerberechtlicher Voraussetzungen zur Eröffnung solcher Massageeinrichtungen.

"Der Ausbeutung der geschleppten und der Zwangsprostitution zugeführten Frauen und Mädchen muss ein Ende gesetzt werden. Den Menschenhändlerbanden muss das Handwerk gelegt werden und Tirol braucht dringend eine Opferschutzeinrichtung für betroffene Mädchen und Frauen", so Gisela Wurm, SPÖ-Frauenvorsitzende und Nationalrätin.

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