Presseinformation des AMS-Tirol
Breite Unterstützung durch Bevölkerung, Sozialpartner und Medien stärkt AMS Tirol den Rücken. Verhandlungen bringen ¤ 6,3 Millionen für HoRuck & Co.
Die vom AMS Tirol angekündigten Kürzungen bzw. Streichungen bei der Förderung von Sozialprojekten haben bei den betroffenen Menschen und in den Medien großen Widerhall gefunden.
Nun ist es dank einer breiten Solidarisierungswelle quer durch Tirol gelungen, die fehlenden Gelder doch noch nach Tirol zu bringen. AMS Tirol Chef Anton Kern: "Es waren sehr schwie-rige Wochen für das HoRuck und andere Sozialökonomische Betriebe, ich selber war tief betroffen über die zunächst unabwendbare Entwicklung. Ich war sehr zurückhaltend hinsicht-lich eines möglichen Erfolges in Wien, die Hoffnung aufgegeben habe ich nie. Ich freue mich für die Menschen, die jetzt wieder eine Perspektive bekommen, sehr. Ich bedanke mich bei allen, die im Hintergrund gemeinsam mit mir argumentierten und verhandelten, vor allem darf ich die Sozialpartner im Landesdirektorium des AMS Tirol nennen, die uns vorbildlich unter-stützten. Insbesondere bedanke ich mich bei den Tiroler Medien, dass sie zum einen über-wiegend ausgewogen und fair berichteten, zum anderen wesentlich dazu beitrugen, diesen Erfolg jetzt einzufahren. Es ist wirklich ein Weihnachtswunder, und das kein kleines."
Anton Kern weist zugleich darauf hin, dass es jetzt nicht nur darum geht, den gegenwärtigen Erfolg zu feiern, es muss auch die Zukunft gesichert werden. "Da wird es nicht genügen, dass von politischer Seite Solidaritätsbekundungen kommen, da werden auch Taten gefragt sein. Zugleich muss seitens der Sozialökonomischen Betriebe geprüft werden, wo Kosten reduzierbar sind, der Kostenfaktor ist aktuell zu hoch."
Wie zuletzt berichtet, erhielt das AMS Tirol aufgrund guter Wirtschaftsdaten und wegen der Vorbelastung durch das Blum-Programm deutlich weniger Fördermittel zugeteilt. Dies bedeu-tete zunächst für 2007 konkret eine Reduzierung um ¤ 6,3 Millionen gegenüber 2006, wodurch das AMS Tirol gezwungen war, auf allen Ebenen Einsparungen vorzunehmen.
Bei den Ausgaben für "Sozialökonomische Betriebe, gemeinnützige Beschäftigung, Beratungs- und Betreuungseinrichtungen sowie Kinderbetreuung" liegt Tirol mit einem Anteil von 24% am Gesamtbudget an der Spitze der österreichischen Bundesländer.
Durch die aktuelle Entwicklung werden sowohl Sozialprojekte, Kursmaßnahmen und die RGS-Budgets entlastet.