"Kommt keine Regierung zustande, droht spätestens im Frühjahr 2007 ein finanzielles Desaster!" warnt Kurt Grünewald, Gesundheits- und Wissenschaftssprecher der GRÜNEN vor dem finanziellen Crash der MedUni. "Die Doppelstrukturen aufgrund der Auslagerung der Medizin-Uni wurden nie vom Bund bezahlt. Mehrkosten werden auch durch Pensionsrücklagen und notwendige Gebäudesanierungen anfallen." Grünewald fordert die Erstellung eines Sonderbudgets für Bau- und Sanierungsmaßnahmen und eine dringend notwendige Budgeterhöhung, sonst drohen Konsequenzen wie Einsparungen beim Personal und erschwerte ProfessorInnen-Berufungen.
"Die personellen Engpässe bringen mit sich, dass BundesärztInnen kaum mehr Zeit für Forschung und Lehre haben. Das bringt den Forschungsstandort Innsbruck in Gefahr" kritisiert Grünewald. „Fast die gesamte Normalarbeitszeit der ÄrztInnen geht in die Krankenversorgung. Deshalb fordere ich die TILAK und den Bund auf, ihre Weigerungshaltung zu den dringend überfälligen Personalaufstockungen endlich aufzugeben, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern." Grünewald plädiert für einen garantierten 40%igen Forschungsanteil im Rahmen der Normalarbeitszeit der ÄrztInnen. Dazu müsse die öffentliche Hand das Universitätsbudget jährlich um 10% anheben.