Nach dem befürchteten Konkurs des Ho&Ruck und den massiven Einschnitten bei Sozialwäscherei und Zwanzger melden nun auch AMS-finanzierte Beratungsstellen herbe Budget-Kürzungen. Betroffen sind die Schuldnerberatung und das Zentrum für MigrantInnen (ZeMiT).
"Beide Einrichtungen leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Tiroler Gesellschaft. Das ZeMiT unterstützt seit 20 Jahren die Integrationsbemühungen von MigrantInnen und gilt österreichweit als Prestigeprojekt. Für das Land und für Gemeinden war und ist es in Migrations-Belangen der wichtigste Ansprechpartner", unterstreicht die GRÜNE Bundesrätin Eva Konrad die Bedeutung des Betriebs. "Durch die Kürzungen verlieren 3000 Personen ihre Möglichkeit auf eine kompetente Beratung", zeigt sie sich betroffen.
Auch die Schuldnerberatung, deren Klientel bereits jetzt mit monatelangen Wartezeiten rechnen muss, wird durch die AMS-Kürzungen ihr Angebot weiter einschränken müssen. Konrad dazu: "Statt die finanzielle Ausstattung an den tatsächlichen Bedarf in Tirol anzupassen, wird auch hier gespart."
Zur finanziellen Überbrückung bis zum Budget einer neuen Bundesregierung erwartet sich Konrad Zuschüsse von Stadt und Land: "In wenigen Monaten könnte die finanzielle Situation schon eine Andere sein. Bis dahin muss es möglich sein, seit 20 Jahren etablierte Einrichtungen über die Runden zu bringen."