GRÜNE WARNEN VOR "FAULEM MÜLL-KOMPROMISS"

Freitag, 10. November 2006, 14:25 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Vor einem "faulen Müll-Kompromiss" warnt die GRÜNE Umweltsprecherin LA Maria Scheiber angesichts der derzeit stattfindenden Verhandlungen zwischen Land, Stadt und Gemeinden. "Die jetzt diskutierte Variante dient in erster Linie der Gesichtswahrung der Beteiligten. Eine nachhaltige Mülllösung rückt damit in noch weitere Ferne," so Maria Scheiber.

Auf den Punkt gebracht würde diese Variante im Gegensatz zur AMBA-Lösung
wesentlich mehr Verkehrs- und Umweltbelastung bringen, ist die GRÜNE
Umweltsprecherin überzeugt. 100 Prozent des Mülls sollen ins Ahrental
angeliefert, dort sortiert und auch zur Gänze wieder hinausgekarrt
werden. Unter diesen Voraussetzungen wäre das Ahrental als Standort wohl
sehr zu hinterfragen, da es über keinen Gleisanschluss verfügt.
"Kein Mensch versteht, warum Landesrat Lindenberger jetzt plötzlich ein
höheres Verkehrsaufkommen in Kauf nehmen will, wo er doch bei der AMBA
ständig vor den vielen LKW-Fuhren gewarnt hat," so Maria Scheiber.
"Schlechtere Karten" hätten auch die AnrainerInnen, die trotz dieser höheren Belastung durch LKW-Verkehr um ihr Mitspracherecht in einer Umweltverträglichkeitsprüfung umfallen würden. "Dass die BürgerInnenbeteiligung durch rechtliche Konstruktionen ausgeschaltet werden soll, ist nicht akzeptabel."

"Angesichts der Diskussionen der letzten Monate ist die scheinbare Harmonie zwischen LR Lindenberger und IKB AG nur schwer verständlich. Für die Innsbrucker Stadtpolitik tun sich jedenfalls zusätzliche Fragen auf", befindet die Innsbrucker GRÜN Stadträtin Uschi Schwarzl. Zuerst Stadt Innsbruck und Gemeinden mit einer Lösung zu beauftragen, und noch vor Abschluss des UVP-Verfahrens deren Realisierung abzuwürgen, sei gelinde gesagt bemerkenswert und wirft jedenfalls die Frage auf, wer die angeblich bereits investierten 4 Mio. an Planungskosten -- offenbar für nichts - zu übernehmen hat . Völlig unklar seien zudem die Konsequenzen für die Deponie Ahrental und die bereits geleisteten Investitionen für die Deponierung.

Die Innsbrucker GebührenzahlerInnen dürften jedenfalls nicht die Leidtragenden dieses faulen Müllkompromisses sein.

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