Ein dunkles Kapitel der Stadtgeschichte

Freitag, 10. November 2006, 14:09 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Die Pogromnacht In Innsbruck vom 9. auf 10. November 1938 gehört zu den schrecklichsten und unmenschlichsten Ereignissen in der Stadtgeschichte. Zum Gedenken daran haben sozialdemokratische Organisationen am 9. November in den Jüdischen Friedhof am Westfriedhof geladen.

"Heute vor 68 Jahren erklärten die Nazis dem Judentum im damaligen Reich den Vernichtungskrieg mit dem Ziel, die jahrhundertealte jüdische Kultur zu zerstören und jede Erinnerung daran auszulöschen. Es ist ihnen nicht gelungen.“" führte Marko Miloradovic, der Vorsitzende der JUSOS Tirol, aus.

Helmut Muigg von den Sozialdemokratischen Freiheitskämpfern erinnerte daran, dass nur hundert Schritte vom Jüdischen Friedhof entfernt - am bombastischen Denkmal der Burschenschaft Suevia - Dr. Gerhard Lausegger, einer der Mörder von Ing. Richard Berger, angeführt ist. "Ein entsprechender Hinweis an dieser Stelle wäre wohl das Mindestmaß an Anstand und Wiedergutmachung, das man erwarten könnte", so Muigg dazu.

Die Gedenkfeier haben Anders Linder und Paul Heis künstlerisch mit Texten und Klezmermusik umrahmt. Im Anschluss nahmen die ca. 70 Anwesenden, darunter auch LH-Stellvertreter Hannes Gschwentner, am Kaddish der Iraelitischen Kultusgemeinde am Landhausplatz teil.

0 Kommentar(e)



http://imzoom.info/article.php/20061110140917126