"Justizministerin Gastinger hat zwar den Neubau der Justizstrafanstalt feierlich eröffnet, ist aber mit ihren Personalwünschen an Finanzminister Grasser gescheitert", ärgert sich SPÖ-Nationalratsabgeordnete Gisela Wurm über die kurzsichtige Personalpolitik der Noch-Bundesregierung.
"Es ist ja nicht neu, dass die Gefängnisse aus allen Nähten platzen und bei der explodierenden Kriminalität der letzten Jahre die Personalknappheit der Exekutive zu großen Protesten seitens der Personalvertretungen geführt hat", so Gisela Wurm. Was auch nicht bedacht wurde ist die Tatsache, dass WachebeamtInnen vor ihrem Amtsantritt geschult werden müssen, was ein Jahr dauert.
Trauriges Ergebnis dieser Politik des Sparens am falschen Platz ist, dass Strafgefangene in anderen Städten ihre Haft absitzen müssen. Genau diese Vorgangsweise ist falsch. Denn Häftlinge sollen erfahrungsgemäß in ihrem gewohnten Wohn- und Lebensumfeld ihre Haftstrafe verbüßen, um nicht aus ihrem Familienzusammenhang gerissen zu werden und danach wieder integriert zu werden.
"Wieder einmal mehr hat die Noch-Bundesregierung bewiesen, dass sie mit ihrer Sicherheits- und Personalpolitik völlig gescheitert ist. Für die Strafanstalt Innsbruck fordere ich eine rasche Lösung des Personalproblems", so Gisela Wurm abschließend.