"Ein klares Signal seitens der Landesregierung und des AMS, der hohen Frauenarbeitslosigkeit den Kampf anzusagen", fordert heute Angelika Hörmann, Frauensprecherin der GRÜNEN im Landtag.
Hörmann verweist dabei vor allem auf die unlängst veröffentlichte Statistik zur Oktober-Arbeitslosigkeit das AMS: "Trotz guter Konjunktur sind 60% der Tiroler Arbeitslosen Frauen, die Quote steigt kontinuierlich an. Damit ist die Frauenarbeitslosigkeit in Tirol österreichweit am Höchsten. Es besteht akuter Handlungsbedarf. In Fragen der Wirtschaftsförderung und in Sachen Kinderbetreuung müssen sich die Verantwortlichen jetzt klar zu einer Verringerung der Frauenarbeitslosigkeit bekennen."
In punkto Kinderbetreuung lässt eine aktuelle Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) aufhorchen: Die GRÜNE Frauensprecherin zitiert aus dem Bericht 'Arbeitsmarktpolitik Tirol 2010', der eine 'klare Schlechterstellung der Frauen am Arbeitsmarkt' und 'einige Probleme hinsichtlich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie' konstatiert. Hörmann sieht das als deutliches Zeichen, dass nur mit flächendeckendem Kinderbetreuungsangebot Abhilfe geschaffen werden könnte.
Abschließend fordert Hörmann frauenpolitische Maßnahmen im Rahmen der Wirtschaftsförderung: "Im Rahmen einer 'Aktion Frauen plus' sollte angedacht werden, Betriebe für die vermehrte Anstellung von Frauen zu belohnen." Das Land könnte etwa als Anreiz für die Betriebe zwei Drittel der Lohnnebenkosten für ein Jahr übernehmen und ein Bonussystem für besonders frauenfreundliche Betriebe einführen.