Einen Aufruf zur Unterstützung des in Existenznot befindlichen "Ho & Ruck" starten heute die Tiroler GRÜNEN. Seit Montag sammelt der sozialökonomische Betrieb auf seiner Homepage www.horuck.at Unterschriften, um gegen die drohende Schließung mobil zu machen. "Je mehr Leute die Unterschriftenaktion unterstützen und so ihre Solidarität mit dem langbewährten Beschäftigungsprojekt bekunden, umso stärker wird auch der Druck auf die politisch Verantwortlichen," verdeutlicht die GRÜNE Bundesrätin Eva Konrad. Bisher haben sich bereits knapp 1000 UnterstützerInnen auf der "Ho & Ruck"-Homepage eingetragen.
Verwundert ist Eva Konrad über die zögerliche Haltung von SPÖ-Soziallandesrat Hannes Gschwnentner. Entgegen dem Vorschlag seines Landtagsklubobmannes Ernst Pechlaner zeige Gschwnentner keine Bereitschaft, die drohende Schließung des "Ho &Ruck" durch aktives Einschreiten abzuwenden. "Wenn 50 Arbeitsplätze wackeln, müssten eigentlich alle Alarmglocken schrillen."
Die GRÜNEN würden sich vom Soziallandeslandesrat erwarten, dass er das Gespräch mit den Betroffenen sucht und sich umgehend Gedanken über eine mögliche Zwischenlösung macht -- "notfalls auch durch eine Sonderförderung," spricht sich Konrad für eine "Überbrückungshilfe" des Landes aus. In Oberösterreich würden mit "Ho & Ruck" vergleichbare Projekte sehr wohl mit mehr Mitteln des Landes gefördert, so die GRÜNE Bundesrätin abschließend.