TILAK-Sparmaßnahmen problematisch auch für Medizin Universität

Dienstag, 07. November 2006, 15:04 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

"Nicht bezahlte Überstunden und die Verweigerung des Wissenschaftsministeriums, nicht konsumierbaren Zeitausgleich für Nachtdienste zu bezahlen, zeigt die schwierige Lage der Medizinischen Universität Innsbruck. Wenn nun trotz beträchtlicher Bundesmittel für den Forschungs- und Lehrbetrieb noch von Landesseite Kürzungen im Klinikbereich vorgenommen werden, wir dies nicht ohne negative Auswirkungen auf die Universität bleiben," befürchtet der Grüne Gesundheits- und Wissenschaftssprecher Grünewald.

Die erhebliche Zahl von Spezialambulanzen sei nicht - wie Landesrätin Zanon anscheinend meint - aus Jux und Tollerei entstanden. Vielmehr sei dies Ergebnis der Rolle einer zentralen Krankenanstalt, die auch für besondere Krankheiten und Problemfälle die letzte und meist einzige Anlaufstelle ist. Dies gelte auch für die steigenden Medikamentenkosten, die sich aus der besonderen Aufgabenstellung und der Notwendigkeit, Therapien auf dem neuesten Stand der Wissenschaft anzubieten, erklären lassen, gibt Grünewald zu bedenken.

"Seit Jahren wird ein Kooperationsvertrag zwischen Universität und TILAK gefordert und auch die Einbindung der Universität in den Aufsichtsrat der TILAK wäre seit langem nicht nur als vertrauensbildende Maßnahme nötig. Unterschiedliche Interessen von Universität und TILAK bei gleichzeitig intensivster Verzahnung von Krankenversorgung und Forschung wie Lehre erfordert eine optimierte Kooperation. Daher sollten auch gemeinsame Wege beschritten werden, anstatt sich wechselseitig mit Neuigkeiten vie Medien zu konfrontieren," fordert Grünewald abschließend.

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