AMS streicht Förderung für sozialökonomische Betriebe

Dienstag, 07. November 2006, 00:26 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Volle Unterstützung für die in ihrer Existenz bedrohten sozialökonomischen Betriebe signalisieren heute die Tiroler GRÜNEN. "Der Hilferuf der von den AMS-Kürzungen betroffenen Betriebe muss von den politisch Verantwortlichen in Stadt, Land und Bund ernst genommen werden. Es muss alles unternommen werden, um die seit Jahren erfolgreich arbeitenden Beschäftigungsprojekte zu erhalten," fordern die GRÜNEN Politikerinnen LA Elisabeth Wiesmüller, BR Eva Konrad und die Innsbrucker Gemeinderätin Iris Teyml unisono.

Bei "Ho & Ruck" würden beispielsweise rund die Hälfte aller KlientInnen den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt schaffen. "Die sozialökonomischen Betriebe sind eine wichtige Chance für Menschen, die lange arbeitslos sind und ansonsten kaum Möglichkeiten zur Integration am Arbeitsmarkt haben. In Zeiten steigender Armut wäre ein Ausbau derartiger Projekte das richtige politische Signal," unterstreichen LA Elisabeth Wiesmüller und GR Iris Teyml.

Das Land müsse ein enormes Interesse daran haben, dass die akut gefährdeten Transitarbeitsplätze beim "Ho & Ruck", der Sozialwäscherei, der Straßenzeitung "20er" sowie mehrere ebenfalls von Kürzungen betroffene Beratungsstellen in Innsbruck auch weiterhin zur Verfügung stehen. Zudem erspare sich das Land durch die sozialökonomischen Betriebe viel Geld für Sozialhilfe.

"Der Bund als Brötchengeber des AMS darf nicht aus seiner Verantwortung entlassen werden," spricht sich Bundesrätin Eva Konrad für eine Erhöhung der Mittel für die aktive Arbeitsmarktpolitik aus. Die Zuständigen in Stadt und Land - Vizebürgermeister Sprenger und Soziallandesrat Gschwentner - seien gefordert, diesbezüglich stärker auf die Bundespolitik einzuwirken.

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