Tirol Schlusslicht bei der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit

Freitag, 03. November 2006, 15:23 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Eine kritische Betrachtungsweise der heute veröffentlichten Zahlen zur Oktober-Arbeitslosigkeit fordert heute die GRÜNE Bundesrätin Eva Konrad. "Die tatsächliche Situation am Tiroler Arbeitsmarkt sieht ganz anders aus, als die Jubelmeldungen des AMS vermuten lassen. Gleichzeitig mit dem Sinken der Arbeitslosenzahlen steigt nämlich die Zahl derer, die - unter Androhung von Kürzung des Arbeitslosengeldes - an Schulungen teilnehmen."

Vor allem der Bundesvergleich macht Konrad stutzig: "So erfreulich die gute Konjunktur sich auf den Rückgang der Arbeitslosigkeit auswirkt, so sehr hinkt Tirol hinterher. Speziell in der Altersgruppe der Unter-24jährigen zeigen sich die schwierige Lage für Tiroler Jugendliche. Der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit ist beispielsweise in der Steiermark und in Oberösterreich doppelt so hoch, wie in Tirol."

In der attraktiveren Gestaltung der Tiroler Lehrstellen sieht die GRÜNE Bundesrätin ein Gebot der Stunde: "Laut AMS sind knapp 60% der freien Plätze im Tourismus zu finden. Gleichzeitig interessieren sich aber nur 7,6% der Jugendlichen für diese Branche. Durch verbesserte Arbeitsbedingungen könnte man junge Menschen für diese Jobs begeistern."

Konrad fordert abschließend ein Ende der Zahlenspiele: "Durch statistische Tricks ist eine Entschärfung der Zeitbombe Jugendarbeitslosigkeit sicher nicht möglich."

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