"Im Bericht des Landesrechnungshofes sind einige sinnvolle Anregungen enthalten. Von einer Kostenexplosion bei den Musikschulen kann aber überhaupt keine Rede sein," stellt heute der GRÜNE Klubobmann Georg Willi klar.
Im Jahresbericht zum Tiroler Musikschulwerk ist dargelegt, dass in allen Tiroler Musikschulen 24.500 SchülerInnen unterrichtet werden. Nur mehr jede/r dritte Schüler/in hat Einzelunterricht, der Rest Gruppenunterricht. Umso schwieriger wird es, nach 4 Jahren an der Musikschule die Übertrittsprüfung ins Konservatorium zu schaffen. Mehr als die Hälfte der LehrerInnen unterrichtet bereits 27 Stunden, früher waren es durchwegs 23 Stunden. Überstunden werden immer seltener genehmigt, die Taggelder wurden zurückgestutzt.
"Das Land Tirol bezahlt pro SchülerIn und Jahr 446 Euro an Personalkosten. Das ist ein absolut vertretbarer Betrag. Wenn uns das die musikalische Jugend nicht mehr wert ist, dann wird es äußerst bedenklich," ist Georg Willi überzeugt.
Nach den fragwürdigen Sparvorschlägen rund um das Medienzentrum sei es höchste Zeit, wieder mehr Geld in Bildung zu investieren. "Eine gute Ausbildung-- und dazu zählt auch musikalische Bildung -- darf nicht an der reinen wirtschaftlichen Brille scheitern. Eine gute Ausbildung ist die ,Kletterausrüstung' für den Weg durchs Leben. Hier zu sparen, ist der falsche Platz," so der GRÜNE Klubobmann. Wenn LH van Staa das Geld für ein neues Bergiselmuseum habe, müsse für die Ausbildung der Jugend umso mehr Geld zur Verfügung gestellt werden, anstatt Sparprogramme zu veranstalten.