"Die Preispolitik der Innsbrucker Hallenbäder ist ein einziger Willkürakt", wettert Angela Eberl Ersatz-Gemeinderätin der SPÖ Wilten. Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit sind viele Familien auf die Hallenbäder als Freizeitgestaltung angewiesen. (Das Freizeitangebot für (Klein)Kinder in Innsbruck ist ja im Allgemeinen eine Katastrophe).
Die Liste der Missstände bei der Tarifgestaltung der IKB Hallenbäder ist lang und kann durch die Neueröffnung der Super-Rutsche im Hallenbad Olympisches Dorf nicht kompensiert werden.
"Ein Erwachsenen-Ticket kostet für den ganzen Tag 5,20 Euro. Halbtag- oder Abendtickets, ähnlich dem Tivolibad, gibt es nicht. Ein Familienticket sucht man vergeblich und Studierenden-, Präsenzdiener- oder Zivildienerermäßigung ist in den Hallenbädern ein Fremdwort", sagt Eberl.
Erst mit dem dritten Kind einer Familie darf jedes weitere kostenlos ins Bad. Das gilt aber nur wenn eine einzige Begleitperson dabei ist. "Das heißt, Mama und Papa dürfen nicht gemeinsam ins Hallenbad gehen, wenn sie beim Eintritt Geldsparen möchten", ätzt Eberl.
"Die Tarife müssen Kundenorientiert und Familienfreundlich gestaltet werden", fordert Eberl "Denn so wundert es niemanden, dass viele Familien die sich ein Auto leisten können, zum Schwimmen gehen nach Axams oder in die anderen Umlandgemeinden mit Hallenbad auswandern."