NACHMITTAGSBETREUUNG: STIEF-, NICHT LIEBKIND

Montag, 09. Oktober 2006, 14:15 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Kein Verständnis hat die GRÜNE Bildungssprecherin Elisabeth Wiesmüller für die jüngsten Aussagen von ÖVP-Bildungslandesrat Koler und SPÖ-Klubobmann Pechlaner zum Thema Nachmittagsbetreuung: "Anstatt die LehrerInnen und die Gemeinden zum Sündenbock zu erklären, sollten die Koalitionsparteien den Ursachen für das magere Ergebnis der Nachmittagsbetreuung auf den Grund gehen. Hier gibt es klare politische Versäumnisse im eigenen Bereich. Die Nachmittagsbetreuung war jedenfalls von Anfang an kein Lieb- sondern ein Stiefkind der schwarz-roten Bildungspolitik," ist Wiesmüller überzeugt. Die Grüne Landtagsabgeordnete räumt aber ein, dass auch die Vorgabe des Bundes alles andere als optimal gewesen sei.

Allerdings habe das Land verabsäumt, diese Fehler aufzuzeigen bzw. durch verstärktes Engagement und durch die Bereitstellung von mehr finanziellen und personellen Ressourcen selbst gegenzusteuern. "Wieviel und welches Personal tatsächlich notwendig ist und zu welchen Bedingungen dieses arbeitet, das hätte lange vor dem Start der Nachmittagsbetreuung geklärt werden müssen. Da hat es kein Signal gegeben, dass dem Land eine funktionierende Betreuung etwas wert ist. In einem Gasthaus wartet der Wirt ja auch nicht erst, ob Gäste kommen, bevor er Personal anstellt," vergleicht Wiesmüller. Sie bekräftigt die Forderung der Grünen nach einem BetreuerInnen-Mix für die Nachmittagsbetreuung. Neben LehrerInnen müssten auch SozialarbeiterInnen
und SozialpädagogInnen miteinbezogen werden.

In einem Landtagsantrag, der in der dieswöchigen Sitzung behandelt wird, fordert die GRÜNE Bildungssprecherin eine genaue Evaluierung und Verbesserungen bei der Nachmittagsbetreuung im laufenden Schuljahr.

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